Ein Wiedersehen mit "alten Bekannten"?
Berlusconi entscheidet über Ministerliste
- Neuer, alter Premier setzt auf bekannte Gesichter
- Langjähriger Vertrauter Letta soll Berlusconi vertreten

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des Silvio Berlusconi
Mailänder Medienmogul
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Berlusconi beschwert
sich über Karikaturisten
Der italienische Wahlsieger Silvio Berlusconi trifft heute in Rom mit den Spitzenpolitikern der verbündeten Lega Nord zusammen, um die Mitglieder seines neuen Kabinetts zu bestimmen. "Wir wollen rasch handeln, um eine Mannschaft mit Erfahrung im staatlichen System aufzubauen".
Gerüchte über die Namen seiner Minister wollte Berlusconi nicht kommentieren. Sein drittes Kabinett wird aus maximal zwölf Mitgliedern bestehen, vier davon sollen Frauen sein, wie er ankündigte. Seinem langjährigen Vertrauensmann Gianni Letta will der Großunternehmer dem Vernehmen anch den Posten des Vize-Premiers anvertrauen. Als Berlusconis zweiter Stellvertreter ist der Chef der Lega Nord, Umberto Bossi, im Gespräch. Der gegenwärtige Vizepräsident der EU-Kommission Franco Frattini soll zum Außenminister aufrücken.
Vom Ex- zum amtierenden Minister
Giulio Tremonti könnte zum dritten Mal in seiner Karriere das Amt des italienischen Finanzministers übernehmen. Der frühere Außenminister und Chef der rechten Alleanza Nazionale, Gianfranco Fini, wird möglicherweise Parlamentspräsident. Stefania Prestigiacomo soll zum zweiten Mal zur Ministerin für Gleichstellungsfragen ernannt werden. Wie in der zweiten Regierung Berlusconi (2001-2006) soll Lucio Stanca das Innovationsministerium leiten. Der Präsident der Region Lombardei, Roberto Formigoni, ist als möglicher Bildungsminister im Gespräch.
Die Rechtsanwältin Giulia Bongiorno, die in den vergangenen Jahren den siebenmaligen Ministerpräsidenten Giulio Andreotti bei dem Mafia-Prozess in Palermo verteidigt und dessen Freispruch erwirket hatte, könnte zur ersten Justizministerin Italiens aufrücken. Berlusconis Pressesprecher Paolo Bonaiuti wird als neuer Kulturminister gehandelt, während die "Nummer Zwei" der Lega Nord, Roberto Maroni, wieder den Posten des Innenministers erhalten könnte, den er bereits 1994 bekleidet hatte. (apa/red)
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