Sonntag, 13. April 2008

Zaha Hadid entwirft Guggenheim Museum
in Vilnius: Finanzierung des Projekts unklar

  • Kosten dürfen 49,2 Millionen Euro nicht überschreiten
  • Vilnius wird zur "Europäischen Kulturhauptstadt 2009"

Die britische Architektin Zaha Hadid hat den Architekturwettbewerb für das geplante Guggenheim Museum in Vilnius gewonnen. Außer der Stararchitektin irakischer Herkunft nahmen auch die ebenfalls weltbekannten Architekten Daniel Libeskind und Massimiliano Fuksas an dem Wettbewerb teil.

Neben den Räumen für die Hauptsammlung soll das Gebäude auf einer Fläche von bis zu 14.000 Quadratmetern unter anderem ein Media-Center, zwei Kinosäle und das Staatliche Hermitage Museum beherbergen. Baubeginn, Projektkosten und die Finanzierung des Projekts sind noch ungeklärt. Im Vorfeld des Wettbewerbs wurde aber deutlich gemacht, dass die Kosten 49,2 Millionen Euro nicht überschreiten dürfen.

Vilnius reagiert eher skeptisch
Während Vertreter der Stadt Vilnius das Guggenheim Projekt auch wegen der offenen Finanzierung mit großer Vorsicht betrachten, steht Ministerpräsident Gediminas Kirkilas hinter der Idee und hofft, dass das Museum viele ausländische Touristen anziehen wird. Im kommenden Jahr wird Vilnius gemeinsam mit Linz Europäische Kulturhauptstadt. Ein neues Museum würde "in großem Maße dazu beitragen, den Status von Vilnius als internationales Zentrum der Avantgarde weiter zu stärken", hatte Arturas Zuokas, Vorsitzender des Komitees "Vilnius - Europäische Kulturhauptstadt 2009", jüngst erklärt.

Zaha Hadid hatte jahrelang den Ruf einer Stararchitektin, die nicht baut. Erst in den jüngsten Jahren konnte sie zahlreiche ambitionierte Projekte umsetzen. In Österreich hat Zaha Hadid unter anderem die Nordketten-Bahn in Innsbruck neu konzipiert. (APA/red)

13.4.2008 10:17