Komplexes Wechselspiel: Eltern-Fürsorge verstärkt spätere Schlafprobleme der Kinder
- Gewöhnung der Kinder an bestimmte Einschlafrituale
- Wachen folglich öfter auf, haben häufiger Albträume

·Schlafmangel kann Kinder dick machen
Ausreichende Ruhephase ist wichtig für Entwicklung
·Jeder Fünfte leidet unter Schlafstörungen
Neue Studie nahm Schlaf-
Gewohnheiten unter Lupe
Die Beziehung zwischen Schlafstörungen von Kindern und dem Verhalten der Eltern ist ein komplexes Wechselspiel: Zwar fördert unruhiger Schlaf von Babys die nächtliche Fürsorge der Eltern. Diese begünstigt aber wiederum später Probleme des Nachwuchses beim Ein- und Durchschlafen, wie eine kanadische Studie zeigt.
Darin befragten Mediziner der Universität Montreal fast 1.000 Elternpaare im Lauf von fünf Jahren mehrmals zum Schlaf ihrer Kinder und darüber, wie sie sich bei Schlafproblemen des Nachwuchses verhalten. Ergebnis: Hatten Kinder im Alter von fünf bis 17 Monaten Schlafstörungen, so gewöhnten sich viele Eltern bestimmte Verhaltensweisen an, die sie später beibehielten. Sie blieben etwa abends am Bett, bis das Kind eingeschlafen war. Wachte der Nachwuchs nachts auf, so gaben sie ihm stets etwas zu essen oder zu trinken, oder sie legten sich dazu.
Solche Gewohnheiten erhöhten aber wiederum die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Kinder schlecht träumten, lange zum Einschlafen brauchten oder insgesamt zu wenig schliefen. Die Studie zeige, dass manches Verhalten der Eltern zwar als Reaktion auf Schlafprobleme des Kindes entstehe, schreiben die Forscher im Fachblatt "Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine". Sie bestätige aber auch, dass bestimmte Gewohnheiten der Eltern wiederum Schlafstörungen von Kindern verstärkten. (apa/red)
