Dienstag, 15. April 2008

Im Sommer Geborene häufiger kurzsichtig:
Lichtverhältnisse in früher Kindheit schuld?

  • Geringstes Risiko bei Dezember- oder Jänner-Kindern
  • Sehschwäche bei Juni- & Juli-Geborenen am stärksten

Der Geburtsmonat spielt eine Rolle beim Sehvermögen des Menschen. Schon seit langem spekulieren Forscher darüber, ob neben genetischen Faktoren auch die Lichtverhältnisse in der frühen Lebensphase die Entwicklung der Augen prägen. Eine israelische Studie an fast 280.000 Wehrpflichtigen zeigt nun, dass Menschen, die im Sommer geboren werden, tatsächlich ein erhöhtes Risiko für Kurzsichtigkeit haben.

Zwar gab es bei Männern und Frauen mit einer leichten Myopie keinen Zusammenhang zwischen dem Sehfehler und dem Geburtsmonat. Eine mäßige oder schwere Kurzsichtigkeit trat jedoch bei jenen Teilnehmern häufiger auf, die im Juni oder Juli geboren wurden. Wer dagegen im Dezember oder Jänner zur Welt kam, hatte ein geringeres Risiko, wie die Forscher der Universität von Jerusalem in der Zeitschrift "Ophthalmology" berichten. (apa/red)

15.4.2008 09:01