Mobiles Telefonieren ab 3.000 Meter Höhe: EU-Kommission erlaubt Anrufe im Flugzeug
- Einheitliche Parameter für Netze wurden festgelegt
- Kommission will noch nicht in Preispolitik eingreifen

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FORMAT: Massive Preis- kämpfe bei Mobilfunkern
Europäische Flugreisende sollen nach den Plänen der EU-Kommission schon in wenigen Wochen an Bord von Flugzeugen mit ihrem Handy telefonieren können. Die Brüsseler Behörde verabschiedete in Brüssel entsprechende Vorschriften. Die ersten Telekom-Systeme seien bereits bei Air France getestet worden. Maximal sechs Monaten sollen die EU-Staaten Zeit haben, die neuen Bestimmungen umzusetzen.
Ermöglicht wird Handy-Telefonieren im Flugzeug durch eine Entscheidung der EU-Kommission, mit der einheitliche technische Parameter von Bordgeräten für die europaweite Handybenutzung in Flugzeugen festgelegt werden. Sie gelten für GSM-Netze im Bereich von 1.800 Megahertz, also nicht UMTS-Netze. Die Bordgeräte müssten von der Europäische Agentur für Flugsicherheit überprüft werden, hieß es von der Kommission.
Möglicher Preisschock
"Von Seiten der Betreiber erwarten wir nun eine transparente und innovative Preisgestaltung", erklärte Telekom-Kommissarin Reding. "Mobilfunkdienste in Flugzeugen können eine sehr interessante neue Dienstleistung darstellen, insbesondere für Geschäftsreisende. Sie wird jedoch nur dann Erfolg haben, wenn den Verbrauchern dafür nicht überhöhte Preise in Rechnung gestellt werden."
Voraussichtlich würden Gespräche an Bord eines Flugzeugs etwas teurer sein als zu Lande, hieß es weiter aus Brüssel. Vieles werde vom Wettbewerb abhängen. Anders als beim terrestrischen Mobilfunk will die Kommission vorerst nicht mit gesetzlichen Maßnahmen in die Preisgestaltung bei Handy-Tarifen auf Flügen eingreifen.
Sicherheit geht vor
Nach Informationen der EU-Kommission haben 90 Prozent der Fluggäste an Bord ein Handy bei sich. Bei Start und Landung werden Passagiere weiterhin ihr Mobiltelefon abschalten müssen. Erst ab einer Flughöhe von 3.000 Meter werde die Nutzung von Handys erlaubt. Aus Sicherheitsgründen könne der Pilot die gesamte Anlage abdrehen, wenn dies erforderlich sei.
(apa/red)
