Wird Strom bald teurer? Energie Steiermark
plant angeblich massive Preiserhöhungen
- Preise laut Unternehmen bisher im hinteren Mittelfeld
- Allerdings: Landtag beschließt Stabilität bis 2010

·Energie ist um über 12 % teurer als 2007
Treibstoffe kosten sogar um fast ein Viertel mehr
·EU: Energie-Einigung
soll bis Juni kommen
Noch große Differenzen zwischen den Mitgliedern
Den Kunden der Energie Steiermark könnte im Sommer eine Erhöhung des Strompreises ins Haus stehen, berichtet eine Tageszeitung. Vonseiten des Vorstandes gab es dazu vorerst keine direkte Stellungnahme. Laut der Zeitung könnte sich die Erhöhung im Rahmen bis zu 6 Prozent bewegen.
"Tatsache ist, dass rund um uns die Bezugspreise und auch die Energiepreise überdurchschnittlich stark angestiegen sind, also betrifft das auch die Energie Steiermark", so ein Sprecher. Mit den Preisen befinde man sich österreichweit im hinteren Mittelfeld, in der Steiermark sei man überhaupt am günstigsten von allen rund 50 Anbietern, von denen einige im Moment Erhöhungen durchführten. "Wir sind am Rechnen, im Moment ist aber keine Erhöhung geplant", hieß es weiter. Allerdings behält sich die Energie Steiermark in solchen Fragen erfahrungsgemäß immer nur einen Zeitraum von knapp zwei Monaten für Voraussagen über Veränderungen beim Strompreis vor.
Laut "Steirerkrone" hätten die Energie Steiermark-Vorstände Karl-Franz Maier und Franz Kailbauer in der Aufsichtsratssitzung am 23. November 2007 moniert, dass eine "Verzögerung der Strompreiserhöhung 2008 eine monatliche Differenz von einer Million Euro" im Betriebsergebnis bedeute, diese so "massiven Kostensteigerungen" also unbedingt weitergegeben" werden müssten.
Voves: Bis 2010 keine Preiserhöhungen
Allerdings liegt ein Beschluss des steirischen Landtags vor, der Eigentümervertreter und LH Franz Voves beauftragt, in der nächsten Hauptversammlung des Landesenergieversorgers "zum Ausdruck zu bringen, dass zumindest bis 2010 keine Strompreiserhöhungen durchgeführt werden". Zuletzt attackierte deshalb der steirische VP-Landesgeschäftsführer Bernhard Rinner LH Voves und fragte, ob man diesem und seiner SPÖ "überhaupt noch trauen" könne.
(apa/red)

