Donnerstag, 10. April 2008

Post-Bus-Chef Gassauer nimmt Hut: Obwohl alle Vorwürfe um Firmen-Keditkarte haltlos

  • Unternehmen habe unter ihm "Aufschwung" erlebt
  • Einvernehmliche Vertragsauflösung mit Ende April

Michael Gassauer, seit drei Jahren Geschäftsführer der ÖBB-Postbus GmbH, hat in der Aufsichtsratssitzung des Unternehmens sein Mandat als Geschäftsführer zurückgelegt. Die gegen Gassauer kolportierten Vorwürfe im Zusammenhang mit einer Kreditkartenabrechnung - die so genannte "Stripaffäre" - "ergaben nach eingehender Prüfung kein Fehlverhalten des ausscheidenden Geschäftsführers", erklärt die ÖBB nun offiziell.

Gassauer war im März vorgeworfen worden, er habe mit einer firmeneigenen Kreditkarte der Firma in einem Striplokal gezahlt. Gassauer scheidet mit Ende April aus der Postbus-Geschäftsführung aus, sein Vertrag wird mit Ende September einvernehmlich aufgelöst. Sein Schritt erfolge "aus freien Stücken" und wegen "einer neuen beruflichen Herausforderung", so die ÖBB. Der Postbus habe unter Gassauers Geschäftsführung einen "finanziellen Aufschwung" erlebt.

Die Ablöse Gassauers fällt mit der vorzeitigen Vertragsablöse mehrerer höherer ÖBB-Manager zusammen. Der für Fernverkehr zuständige Vorstandsdirektor Stefan Wehinger ging per Ende März vorzeitig. Vor der Ablöse stehen soll auch ÖBB-Infrastruktur-Bau-AG-Vorstand, Ex-FPÖ-Nationalratsabgeordnete Gilbert Trattner. Trattners Vertrag läuft zu Jahresende aus.

(apa/red)

10.4.2008 11:01