Rapid vertraut auf Rekordkulisse daheim:
Hütteldorfer wollen ersten Matchball nützen
- BL-Präsident Pucher bringt den Meisterteller mit
- Übersiedlung ins Happel-Stadion ausgeschlossen
·Zwischen Resignation
und Durchhalteparolen
Salzburger glauben nicht mehr wirklich an den Titel
·SV Mattersburg gibt Rapid Schützenhilfe
Trapattonis Bullen gehen im Pappelstadion unter
·UMFRAGE: Welches Team holt den Titel?
Salzburg von Austria
oder Rapid zu stoppen?
·UMFRAGE: Welches Team steigt heuer ab?
Erwischt es Neulinge oder
einen etablierten Verein?

Dank der Schützenhilfe des SV Mattersburg hat Rapid Wien am Sonntag die große Chance, den 32. Meistertitel im heimischen Gerhard-Hanappi-Stadion zu fixieren. Die Hütteldorfer sind trotz vier Punkten Vorsprung auf Titelverteidiger Salzburg bei nur noch zwei ausstehenden Partien vorsichtig und zurückhaltend, dennoch ist man für den Fall der Fälle gerüstet.
Dasselbe gilt für die Bundesliga, die beim Heimspiel gegen Altach mit Präsident Martin Pucher und dem Meisterteller vertreten sein wird. Sollte Rapid bereits am Sonntag als Meister feststehen, wird die Tellerübergabe im Hanappi über die Bühne gehen.
Bei aller nobler Zurückhaltung stellte Rapids Clubserviceleiter Andi Marek, u.a. für Merchandising und Veranstaltungsablauf verantwortlich, klar: "Wir haben am Sonntag im eigenen Haus einen Matchball. Würden wir da für den Fall der Fälle nicht bereit sein, dann wären wir fehl am Platz. Wenn wir es schaffen, wäre das eine wunderbare Geschichte und wir wären gerüstet. Dann würde die Party pur abgehen." Marek betonte jedoch stets den Konjunktiv, "denn es ist noch überhaupt nichts entschieden".
Neuer Publikumsrekord
Angesichts der aktuellen grün-weißen Euphorie hätte man das Hanappi-Stadion zigfach füllen können. Die Partie ist seit Ende März ausverkauft, dabei war damals noch lange nicht festgestanden, dass sich Rapid gegen die Vorarlberger zum Meister machen könnte. 18.500 Fans dürfen gegen Altach dabei sein, das bedeutet laut Angaben von Andi Marek neuen Hanappi-Rekord seit dem Umbau 2002.
Denn normalerweise sind die Gäste-Fans im Ostsektor untergebracht, und durch die notwendigen Sicherheitskorridore gehen dabei zwischen 300 und 500 Plätze verloren. Diesmal wird die Ost zum reinen Rapid-Block, die wenigen mitgereisten Altach-Fans nehmen auf den Seitentribünen Platz. Eine Übersiedlung ins Happel-Stadion kam für Rapid nicht infrage. "Unser Stadion ist das Hanappi. Wir kennen unseren Heimvorteil. Chelsea geht ja bei Heimspielen gegen Arsenal auch nicht ins Wembley."
Dank an Mattersburg
Ein großes Danke gab es aus Hütteldorf natürlich Richtung Mattersburg, denn die Burgenländer haben Salzburg mit einem 3:2 womöglich endgültig aus dem Titelrennen befördert. "Kompliment und Gratulation", meinte Trainer Peter Pacult in Richtung seines Kollegen Franz Lederer. "Wir haben jetzt zwei Matchbälle und ich hoffe, dass wir schon den ersten beim nächsten Spiel verwerten werden. Wir werden uns jetzt ruhig und gezielt auf das Heimspiel gegen Altach vorbereiten", erklärte Pacult, der auch beim späten Siegestor durch Erwin Hoffer gegen Austria Kärnten äußerlich teilnahmslos auf der Trainerbank saß, gewohnt nüchtern.
(apa/red)
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