Montag, 7. April 2008

LASK muss um UEFA-Cup-Startplatz zittern:
Linzer verlieren Platz drei an Wiener Austria

  • Trainer Daxbacher: "Europacupplatz wackelt gehörig"
  • Vom Titelkandidaten zum ambitionierten Mittelständler

So erfreulich der 2:1-Sieg auf der Linzer Gugl für Rapid war, so hart traf die Niederlage den LASK. Die Oberösterreicher sind vom Titelkandidaten in der Fußball-Bundesliga zum ambitionierten Mittelständler herabgesunken und müssen nun gar um Platz drei bangen, der ihnen einen UEFA-Cup-Startplatz bescheren würde.

Trotz einer soliden, spielerisch zeitweise guten Vorstellung wurden dem LASK beim 1:2 doch die Grenzen aufgezeigt. Nach der zweiten Heimniederlage der Saison und der zweiten Schlappe in Folge ist Schwarz-Weiß nicht nur hinter die Wiener Austria auf Platz vier gerutscht, sondern muss auch gegen einen psychologischen Knacks kämpfen - und das Wissen, im Frühjahr kaum mit dem Gestus eines künftigen Meisters aufgetreten zu sein.

Daxbacher nimmt Mannschaft in Schutz
LASK-Coach Karl Daxbacher nahm seine Elf dennoch in Schutz: "Wir haben eine gute Moral. Ich kann der Mannschaft nichts vorwerfen. Dass sie sich hätte hängen lassen oder Ähnliches. Die Resultate sind natürlich entscheidend", meinte der 54-Jährige. "Aber ich kann jetzt nicht hingehen und sagen: 'Das ist ein Witz, was ihr gespielt habt.' Ich kritisiere sie sehr oft nach Siegen. Und daher halte ich es auch nach Niederlagen so, wo die Leistung gepasst hat. Und das war heute so."

Linzer vom Glück verlassen
Dass Fortuna die Linzer etwas im Stich gelassen hatte - etwa bei der umstrittenen Elferentscheidung - nahm Daxbacher gelassen zur Kenntnis: "Wir haben schon so oft gejubelt in diesem Jahr, auch oft in der letzten Sekunde. Wir haben heuer schon sehr viel Glück gehabt, das hat sich dann ein bisschen umgedreht. Wir haben in Innsbruck in der 92. Minute den Ausgleich bekommen, in Kärnten in der 92. Minute das 2:1."

Einen großen Leistungsunterschied zu den Gästen wollte der Niederösterreicher nicht gesehen haben: "Bei den Spielen im Hanappi-Stadion hatte ich schon das Gefühl, Rapid war die bessere Mannschaft. Im eigenen Stadion habe ich aber nie das Gefühl gehabt, dass eine Mannschaft entscheidend besser war als wir."

"Europacupplatz wackelt gehörig"
Vor den letzten drei Spielen - Ried (auswärts), Sturm (heim) und Mattersburg (auswärts) - macht sich Daxbacher freilich keine Illusionen: "Der Europacupstartplatz wackelt natürlich gehörig. Wir haben noch zwei schwere Auswärtsspiele, daher wird es schwer, die Austria wieder von Rang drei zu verdrängen." (apa/red)

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7.4.2008 12:43