Dienstag, 8. April 2008

Rapid rudert weiter stark in Richtung Titel:
Wiener halten ihr Schicksal in eigener Hand

  • Mit einem Punkt Vorsprung auf Salzburg nun Favorit
  • Eder fällt nach Seitenbandriss für restliche Saison aus

Hütteldorf, Wals-Siezenheim, Tivoli Neu oder Gugl. Die Schauplätze sind derzeit ebenso austauschbar wie die Gegner von Grün-Weiß. Ein unerschütterlicher SK Rapid untermauerte den Anspruch auf seine 32. Meistertrophäe auch beim heimstarken LASK, liegt nach dem 2:1-Sieg weiter einen Zähler vor Titelverteidiger Salzburg und hat das Schicksal drei Runden vor dem Ende der Fußball-Bundesliga-Saison in den eigenen Händen.

Rapid-Coach Peter Pacult zeigte sich nach dem vierten Sieg in Folge dann auch "zufrieden mit den drei Punkten. In der ersten Hälfte haben wir doch Probleme gehabt, es war wichtig, dass da die Null gestanden ist. Die Führung hat uns dieses nötige Selbstvertrauen gegeben." Selbstvertrauen, das die Hütteldorfer in den letzten drei Runden gut gebrauchen können.

Zwei Heimspiele in Richtung Titel
"In dieser Phase ist jedes Spiel ein Endspiel", war Rapid-Verteidiger Hannes Eder sichtlich erleichtert. "Wir mussten nachlegen, nachdem Salzburg gewonnen hat. Auswärts in Linz zu siegen, ist nicht so einfach", betonte der Tiroler, der aufgrund einer Seitenbandverletzung im Knie bereits in der ersten Hälfte ausgetauscht worden war. "Das Meisterthema kommt von allen Seiten, aber wir müssen uns auf die letzten drei Spiele voll konzentrieren. Wir haben jetzt zwei wichtige Heimspiele und können da einen sehr großen Schritt in Richtung Titel machen."

Auslosung spricht für Hütteldorfer
In der Tat spricht die Auslosung in einem Punkt klar für die Wiener: Rapid tritt noch zweimal im Hanappi-Stadion (Austria Kärnten und Altach in der 34. und 35. Runde) an, Salzburg bestreitet nur mehr eine Partie auf dem heimischen Kunstrasen. In der 35. Runde ist die Wiener Austria in Wals-Siezenheim zu Gast. Und ausgerechnet gegen den regierenden Cupsieger hat der Meister in der laufenden Saison noch kein einziges Spiel gewonnen. Rapid dagegen fuhr sowohl gegen Kärnten als auch gegen Abschlussgegner Ried bisher drei Siege ein.

Euphorische Fans als 12. Mann
Die selbst Bundesland-Grenzen sprengende Euphorie der Fans könnte ein weiterer entscheidender Faktor für die Hütteldorfer sein. "Steffen Hofmann hat mir gesagt, dass die Euphorie fast noch größer als im Champions-League-Jahr ist", zeigte sich Eder vom Anhang begeistert. "Erst als man in der Champions League gespielt hat, ist die Euphorie dann so gekommen."

Blendende Laune beim Tabellenführer
Die Stimmungskurve bei Grün-Weiß zeigt jedenfalls steil nach oben. Bester Beweis dafür waren weniger die mahnenden Worte von Goalie Helge Payer ("Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben") denn der Freudenausbruch von Kapitän Hofmann, der mit markerschütternden Urschreien den Linzer Kabinengang erzittern ließ.

Eder fällt für restliche Saison aus
Die Verletzung, die sich Rapid-Verteidiger Hannes Eder im T-Mobile-Fußball-Bundesligaspiel beim LASK Linz zugezogen hat, ist von Clubarzt Benno Zifko als Seitenbandriss im linken Knie diagnostiziert worden. Eder muss nicht operiert werden, er wird aber in den kommenden sechs Wochen eine Schiene tragen und fällt für die restlichen Saisonspiele aus. (apa/red)

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8.4.2008 09:09