Rekord und Olympia-Limit für Gradwohl:
Steirerin triumphiert beim Linzer Marathon
- "Ich bin von Anfang an voll auf Risiko gegangen"
- Kenianer Elisa-Kiptum Maindi siegt bei den Herren

Zwei Österreicherinnen haben für Schlagzeilen beim Linz Donau Marathon gesorgt. Die 35-jährige Steirerin Eva-Maria Gradwohl siegte bei den Frauen in 2:30:51 Stunden, blieb unter dem bisherigen ÖLV-Rekord von Susanne Pumper (2:32:21) und unterbot zudem auch klar das Olympia-Limit (2:33:00) für Peking. Auch Pumper ließ aufhorchen und verbesserte ihre Bestmarke im Halbmaraton.
"Ich bin von Anfang an voll auf Risiko gegangen. Ich wollte einfach so lange laufen, bis mir die Kraft ausgeht. Aber die Form ist traumhaft. Und auch die Tausenden Leute entlang der Strecke haben einen großen Anteil an diesem Erfolg: Sie haben mich so toll angefeuert. Ich bin mir wie die 'Prinzessin von Linz' vorgekommen, die zum Hauptplatz hofiert wird", meinte Titelverteidigerin Gradwohl nach dem bisher größten Sieg ihrer Karriere. Die Lebensgefährtin des in mehrere Doping-Affären verwickelten Ex-Langlauf-Trainers Walter Mayer verbesserte den alten ÖLV-Rekord gleich um 1:30 Minuten.
Doch auch Pumper ließ zwei Wochen vor dem 25. Wiener Marathon mit einem Sieg in Rekordzeit aufhorchen. Die 37-jährige Athletin vom LCC Wien verbesserte ihre eigenen ÖLV-Bestmarke im Halbmarathon um 12 Sekunden auf 1:12:20 Stunden und eroberte damit auch den nationalen Meistertitel über diese Distanz. Auch die zweitplatzierte Oberösterreicherin Andrea Mayr knackte in 1:12:47 die 1:13-Marke über die 21,097 km und lief damit persönliche Bestzeit.
Bei den Männern wurde das Linzer Rekordfeld - insgesamt rund 14.500 "Laufjünger" nahmen an der Veranstaltung in der Landeshauptstadt teil - vor 100.000 Zuschauern vom Kenianer Elisa-Kiptum Maindi angeführt. Der 28-jährige Topfavorit siegte über die Marathon-Distanz von 42,195 km in 2:10:18 Stunden. Als bester heimsicher Athlet landete der Oberösterreicher Christian Pflügl in 2:19:56 auf Platz vier.
(apa/red)
