Auch in den USA Proteste gegen Fackellauf: Riskante Aktion auf der Golden Gate Bridge
- IOC erwägt Absage des internationalen Fackellaufs
- PLUS: BILDER der Demos in Paris & San Francisco

·Olympischer Fackel- lauf gerät zu Desaster
BILDER: Protestaktionen in Paris & San Francisco
·Olympischer Fackel-
Lauf unter Protesten
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übersprungen werden
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Das Internationale Olympische Komitee (IOC) schließt als Reaktion auf die heftigen Proteste gegen die chinesische Tibet-Politik einen Abbruch des internationalen Teils des Fackellaufs für die Olympischen Spiele in Peking nicht mehr aus. "Das ist sicher etwas, das im Exekutivkomitee besprochen wird", sagte IOC-Präsident Jacques Rogge der Nachrichtenagentur AP in Peking.
Die IOC-Exekutive werde am Freitag über die Möglichkeiten beraten. Noch sei noch nichts beschlossen, sagte Rogge. Er wolle auch nicht spekulieren, in welche Richtung eine Entscheidung gehen werde.
Protestaktion auf Golden Gate Bridge
Vor der Ankunft des Olympischen Feuers in San Francisco haben Demonstranten mit einer spektakulären Aktion auf der Golden Gate Bridge gegen die chinesische Tibet-Politik protestiert. Sie kletterten an der Brücke hoch und hängten die tibetische Fahne sowie zwei Transparente mit der Aufschrift "Freies Tibet 08" auf. Zuvor hatten Proteste in Frankreich zum Abbruch des Fackellaufes geführt.
In Paris gab es massive Proteste gegen die chinesische Menschenrechtspolitik. Der geplante olympische Fackellauf durch Paris wurde beendet, nachdem Gegner Chinas ihn behindert und mehrmals aufgehalten hatten. Laut Polizei hatte die Fackel bereits kurz nach dem Start am Eiffelturm aus "technischen Gründen" gelöscht werden müssen. Mindestens 28 Menschen wurden festgenommen. Zuvor war es in London zu Zwischenfällen mit Demonstranten gekommen. Das olympische Feuer wird am Mittwoch in San Francisco eintreffen.
Kein Respekt
Die chinesische Regierung hat die Proteste während des olympischen Fackellaufs unterdessen als Missachtung des olympischen Geistes verurteilt. Das Organisationskomitee in Peking betonte, "keine Kraft" könne das Olympische Feuer trotz der Zwischenfälle in Paris und London aufhalten. Die Demonstranten in der britischen und der französischen Hauptstadt hätten keinen Respekt vor den Gesetzen dieser Länder.
Ein hochrangiger Vertreter des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) verurteilte in Peking die Demonstranten, die den olympischen Fackellauf in London und Paris gestört haben. Der IOC-Vertreter bezeichnete die Kundgebungen als "Missbrauch". "Wir sind extrem verzweifelt", sagte Gosper, Vizepräsident der Kommission, die sie Olympischen Sommerspiele heuer in Peking organisiert. Die Flamme sei von jenen angepöbelt worden, die ihren Widerstand gegen China äußern wollten. Sie drückten bloß ihren Hass aus - egal welches Tagesthema es sei, und "der Hass gegen das Gastland fällt auf unsere Flamme".
Tibet
China hat mit der Niederschlagung der jüngsten Proteste in der Himalaya-Region weltweit Kritik ausgelöst. Seit Beginn der tibetischen Unruhen in China Mitte März sind nach offiziellen Angaben 19 Menschen bei Protesten getötet worden. Die Exil-Tibeter sprechen dagegen von etwa 140 Toten und Hunderten Festnahmen.
(APA/red)
