Samstag, 12. April 2008

Bombenanschlag auf Regierungsgebäude: China lässt tibetanische Mönche verhaften

  • Verdächtige sollen Tat angeblich gestanden haben
  • Erster Bericht über Bombenattentat während Unruhen

Die chinesische Polizei hat neun buddhistische Mönche verhaftet und wirft ihnen ein Bombenattentat auf ein Regierungsgebäude in Tibet vor. Die tibetischen Mönche sollen den Anschlag gestanden haben. Der Anschlag fand laut der Nachrichtenagentur Xinhua bereits am 23. März statt.

Ob dabei Menschen oder das Gebäude zu Schaden kamen, ließ die Agentur offen. Es hieß lediglich, die Verdächtigen hätten eine selbst gebastelte Bombe in das Gebäude geschafft, sie zur Explosion gebracht und dann die Flucht ergriffen.

China hat tibetischen Gruppen nach den Protesten im vergangenen Monat wiederholt vorgeworfen, Selbstmordattentate zu planen. Dies war jedoch der erste Bericht über einen Bombenanschlag während der Unruhen.

(apa/red)

12.4.2008 22:59