"Mächtige Alternative zu Radikal-Islam": Barroso will Türkei-Verhandlungen fortführen
- EU-Kommissionspräsident drei Tage in der Türkei
- Beitrittsgespräche haben schon 2005 begonnen

·Großprotest gegen Regierungspartei AKP
Vorwurf: Schleichende Islamisierung der Türkei
·Barroso fordert mehr
Türkei-Reformwillen
Kommissionspräsident hält Ansprache in Ankara
·Türken sollen sich
im Ausland integrieren
Erdogan: 'Wir dürfen uns
nicht als Fremde sehen!'
EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat der Türkei versichert, dass die Union weiter an den Beitrittsverhandlungen festhält. Er habe Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan aufgefordert, Reformen zu beschleunigen, erklärte Barroso zum Abschluss eines dreitägigen Besuches in der Türkei. Vor dem türkischen Parlament hatte Barroso zuvor erklärt, die Integration in die EU biete "eine mächtige Alternative" zum radikalen Islam.
Die Europäische Union begann 2005 Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Wegen der Weigerung Ankaras, Schiffen und Flugzeugen aus dem EU-Staat Zypern Zugang zu türkischen See- und Flughäfen zu gewähren und wegen des Widerstands einiger EU-Mitglieder sind die Gespräche aber ins Stocken geraten.
(apa/red)
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