'Wir hätten sofort gezahlt': Gab aber keine Lösegeld-Forderungen im Fall Nussbaumer
- profil: Kontaktaufnahme zu Geiselnehmern unmöglich
- Österreicher standen öfters gefühlt vor Durchbruch
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Ausgabe 16/08 berichtet, ist die Befreiung des im Irak entführten Bert Nussbaumer und seiner US-Kollegen keineswegs an nicht erfüllten Lösegeldforderungen gescheitert, sondern schlicht daran, dass in den vergangenen eineinhalb Jahren kein Kontakt zu den Kidnappern hergestellt werden konnte.
"Wir hätten sofort gezahlt", bestätigt Paul Chapman, Sprecher des US-Sicherheitsunternehmens Crescent Security, gegenüber "profil", angesprochen auf die kolportierte Summe von 150.000 Dollar: "Seit der Entführung haben wir weitaus mehr Geld an irakische Informanten für Hinweise bezahlt, von denen zu hoffen war, dass sie zu Verhandlungen, zur Freilassung oder Befreiung der Geiseln führen."
Auch ein Mitglied des österreichischen Krisenstabes lässt durchblicken, dass die Zahlung dieses Betrages kein Problem dargestellt hätte: "Wir hätten gejubelt."
Mehrmals gefühlt vor Durchbruch
Mehrmals glaubten die Österreicher, vor einem Durchbruch zu stehen: "Ein halbes Dutzend Mal hatten wir das Gefühl, wir sind ganz knapp dran", so einer der Ermittler. In diesen Fällen wurden Informanten, die vorgaben, mit den Kidnappern in Kontakt zu stehen, so genannte "proof of life"-Fragen übermittelt. Dies erfolgte über Agenten des österreichischen Militärgeheimdienstes HNA, die in die Region entsandt worden waren. Die Antworten, die zurückkamen, waren oft nahe an der Wahrheit, allerdings nie völlig korrekt. Ein echter Kontakt zwischen den Kidnappern und österreichischen Behörden oder Crescent Security kam in den eineinhalb Jahren zwischen der Entführung Nussbaumers und der Auffindung seiner Leiche allerdings nie zustande.
Die ganze Story lesen Sie im profil 16/08!
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