Geiselnahme auf Luxusjacht beendet: Fünf Tote bei Hubschraubereinsatz gegen Piraten
- Angriff mit Raketen: Sechs Seeräuber festgenommen
- Gauner hatten Besatzung eine Woche in ihrer Gewalt

Nach einer Woche in der Gewalt von Piraten sind die 30 Besatzungsmitglieder der französischen Luxusjacht "Le Ponant" wieder frei. Die Geiselnahme vor der somalischen Küste ging zunächst ohne Zwischenfall zu Ende. Später feuerten französische Kampfhubschrauber jedoch Raketen auf die flüchtenden Kidnapper. Dabei sind fünf Personen getötet worden. Die Reederei hat offenbar ein Lösegeld von rund zwei Millionen Dollar gezahlt.
Der französische Generalstabschef Jean-Louis Georgelin sprach von sechs festgenommenen Piraten. Georgelin deutete Lösegeldzahlungen der Schiffseigner an, zumindest ein Teil der Summe soll bei der Militäraktion sichergestellt worden sein.
Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy hatte der Marine und allen beteiligten staatlichen Stellen zunächst für das schnelle und gewaltlose Ende der Geiselnahme gedankt. Ein französisches Kriegsschiff und eine Sondereinheit hatten die Dreimastbark verfolgt. Die "Ponant" war im Golf von Aden gekapert worden. Das Schiff, das keine Passagiere an Bord hatte, war auf dem Weg von den Seychellen ins Mittelmeer. Der Segler bietet Platz für 64 Urlauber.
22 der 30 Besatzungsmitglieder sind Franzosen. Die restlichen Seeleute sollen aus der Ukraine, Südkorea und den Philippinen stammen. Sie würden gut behandelt, hatte der Schiffseigner erklärt. Piraterie ist in Somalia, das über keine funktionierenden staatlichen Einrichtungen verfügt, ein verbreitetes Geschäft. Frankreichs Außenminister Bernard Kouchner forderte in einer Erklärung einen entschlossenen Kampf gegen die Piraterie am Horn von Afrika. Dabei müssten auch die Vereinten Nationen eine wichtige Rolle spielen.
(apa/red)
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