Zapatero Regierungschef in Spanien:
Benötigte für Wiederwahl aber zwei Anläufe
- Erhielt bei Abstimmung im Parlament 169 Stimmen
- Umgang mit ETA Brennpunkt der neuen Regierung

Luis Rodríguez Zapatero ist als spanischer Ministerpräsident wiedergewählt worden. Nachdem er im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit verfehlt hatte, klappte es im zweiten Anlauf. Seine Sozialistische Partei (PSOE) hatte die Wahl am 9. März zwar gewonnen, dabei die absolute Mehrheit aber um sieben Mandate verpasst.
Im 350 Abgeordnete zählenden Parlament reichten die 169 Stimmen der Sozialisten jedoch für die Wahl aus. Damit wird Zapatero in dieser Legislaturperiode einer Minderheitsregierung vorstehen, die sich von Fall zu Fall um Unterstützung bei den kleineren Parteien bemüht.
Besonders wichtig sind dafür zwei nationalistische Parteien aus Katalonien und dem Baskenland, die sich in der ersten Wahlrunde enthielten, so dass Zapatero die absolute Mehrheit verfehlte. Beobachter werteten dies als Signal, dass der Regierungschef die beiden Parteien nicht ignorieren darf. Mit ihrer Enthaltung in der zweiten Runde deuteten sie Kooperationsbereitschaft an und sorgten dafür, dass Zapatero die nötige einfache Mehrheit erzielte.
Wichtigstes Thema der neuen Regierung dürfte neben dem Umgang mit der baskischen Untergrundorganisation ETA die sich abschwächende Wirtschaft sein. Wachsende Arbeitslosigkeit, hohe Inflation und ein Ende des Baubooms bedrohen das Wachstum, das in den vergangenen Jahren stets eines der höchsten in der Europäischen Union war.
(apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Anders Behring Breivik19:11
War er Einzeltäter?Norwegens Polizei ist sicher, dass der Attentäter die Anschläge allein ausgeführt hat
