Donnerstag, 10. April 2008

Selbstmordanschlag in Afghanistan: Acht Zivilpersonen kamen dabei ums Leben

  • Mehr als zwanzig Menschen wurden verletzt

Die Anschlagsserie in Afghanistan reißt nicht ab: Beim Angriff eines Selbstmordattentäters auf einen NATO-Konvoi im Süden des Landes wurden acht Zivilpersonen getötet. Ein weiterer Anschlag, bei dem jedoch niemand verletzt wurde, galt einer Patrouille der deutschen Bundeswehr im Norden. Das gaben die afghanische Polizei und das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam bekannt.

Der Polizeichef der Provinz Kandahar, Sayed Aqa Saqib, teilte mit, 22 weitere Menschen seien in der Provinzhauptstadt verletzt worden, als der Selbstmordattentäter in seinem Auto die Explosion auslöste, nachdem die NATO-Kolonne ihn passiert hatte. Soldaten seien nicht unter den Toten und Verletzten.

2007: 140 Selbstmortattentate
Zu dem Anschlag westlich des Feldlagers Kunduz sagte ein Bundeswehrsprecher, offenbar sei der Sprengsatz zwischen zweien der gepanzerten Fahrzeuge detoniert. Die Soldaten seien zunächst weiter gefahren und hätten dann in sicherer Entfernung ihre Wagen inspiziert.

Im vergangenen Jahr wurden mehr als 140 Selbstmordanschläge in Afghanistan verübt, insgesamt wurden nach UNO-Angaben 2007 bei Anschlägen mehr als 8.000 Menschen getötet. Ende März waren zwei deutsche Soldaten schwer verletzt worden, als sie mit ihrem Fahrzeug in eine Sprengfalle gefahren waren. Im Mai 2007 waren bei einem Selbstmordanschlag auf einem belebten Markt in Kunduz drei Bundeswehr-Soldaten getötet worden. (apa/red)

10.4.2008 15:03