Schwere Unwetter in Brasilien: Bereits
35 Todesopfer und 190.000 Obdachlose
- Weitere starke Regenfälle werden prognostiziert
- PLUS: Staatspräsident Lula ist in der Krisenregion

Schwere Unwetter und Überschwemmungen haben im Norden und Nordosten Brasiliens in den vergangenen Tagen bereits 35 Menschen das Leben gekostet. Knapp 190.000 Menschen sind seit Beginn der Gewitter vor zwei Wochen obdachlos.
Besonders schlimm war die Lage am Dienstag den Angaben zufolge im nordöstlichen Bundesstaat Paraiba, wo bisher 25 Todesopfer gezählt wurden. Zahlreiche Flüsse seien über die Ufer getreten, insgesamt stünden 204 Gemeinden unter Wasser. In Dutzenden Bezirken sei der Notstand ausgerufen worden. Der Regen dauerte am Dienstag in weiten Teilen der betroffenen Regionen an.
Staatspräsident Luiz Inacio Lula da Silva empfing am Montagabend (Ortszeit) die Gouverneure der acht betroffenen Bundesstaaten zu einem Krisentreffen, bei dem Hilfsmaßnahmen erörtert wurden. Man müsse vor allem den Ausbruch von Epidemien verhindern, sagte Lula.
Die Regierung habe für die Opfer der Unwetter im Norden und dem normalerweise trockenen Nordosten einen Hilfsfonds von 613,7 Millionen Real (rund 240 Millionen Euro) eingerichtet. Die Meteorologen sagten unterdessen für die nächsten Wochen eine Fortsetzung der ungewöhnlich starken Regenfälle voraus.
(apa/red)
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