Erneutes Ultimatum abgelaufen: Vertreter des Außenministeriums bleibt optimistisch
- Sondergesandter Prohaska: "Es bleibt genügend Zeit"
- Erneuter Appell zur Freilassung der beiden Salzburger

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Das Ultimatum der Entführer der beiden österreichischen Geiseln in der Sahara ist am Sonntag um Mitternacht verstrichen, nachdem es bereits zweimal verlängert worden war. Die verantwortliche Gruppe, die sich "Al-Kaida im Islamischen Maghreb" nennen, sprach von einem "letzten Ultimatum". Für die Vertreter des Außenministeriums dennoch kein Grund zur Beunruhigung, man ist weiterhin guter Dinge, die beiden Salzburger Andrea Kloiber und Wolfgang Ebner frei zu bekommen.
So sagte etwa der Sondergesandte Anton Prohaska in der Zeit im Bild des ORF-Fernsehens: "Wir sind der Meinung, dass es genügend Zeit gibt, einer Wiedervereinigung unserer Landsleute mit ihren Angehörigen näherzukommen." Am Sonntagabend war erneut der Krisenstab im Außenamt zusammengetreten. Das Ministerium hat das Ultimatum nicht offiziell bestätigt. Der Integrationsbeauftragte der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), Omar Al-Rawi, wollte um 24:00 Uhr (MEZ), erneut über den arabischen Nachrichtensender "Al-Jazeera" an die Entführer appellieren, Ebner und Kloiber freizulassen, wie der SPÖ-Politiker in einer Aussendung mitteilte.
Der Al-Kaida-Ableger im Maghreb hat die Freilassung von Gesinnungsgenossen in algerischer und tunesischer Haft gefordert. Er hatte der österreichischen Regierung erstmals am 13. März ein Ultimatum gestellt. Zudem sollen die Geiselnehmer angeblich den Abzug der etwa vier in Afghanistan eingesetzten österreichischen Bundesheer-Soldaten sowie die Freilassung des in Wien wegen islamistischer Drohvideos verurteilten Ehepaars Mohamed M. und Mona S. verlangen. Medienberichten zufolge sollen die Entführer mit Lösegeldzahlungen zu einem Verzicht auf ihre politischen Forderungen gebracht werden. Kloiber und Ebner wurden am 22. Februar im Süden von Tunesien verschleppt. Ihr heutiger Aufenthaltsort ist nicht genau bekannt; sie werden im Grenzgebiet zwischen Algerien und Mali bzw. im Norden des Niger vermutet. (apa/red)
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