"Ich komme mir vor wie im falschen Film": Wirtschaftsbund-Chef kritisiert Steuerreform
- Gegen Einführung einer Vermögenszuwachssteuer
- profil: Beruhigungspille für Hardliner & Kanzlergegner

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In einem Interview in der neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" übt der Generalsekretär des ÖVP-Wirtschaftsbunds, Karlheinz Kopf, scharfe Kritik an den Plänen der Koalition zur Einführung einer Vermögenszuwachssteuer: "Ich komme mir ja vor wie im falschen Film. Wir sind aufgrund der Koalition genötigt, über neue Steuern zu diskutieren. Stattdessen sollten wir über die Abschaffung von Steuern und die Senkung der Steuertarife reden."
Für den Wirtschaftsbund sei maximal eine Ausweitung der derzeitigen Spekulationsfrist bei Wertpapiergeschäften auf drei Jahre vorstellbar. Nach Kopfs Ansicht ist die Vermögenszuwachssteuer der Preis für den Fortbestand der großen Koalition: "Der SPÖ-Bundeskanzler war in den eigenen Reihen zum Abschuss freigegeben. Die Vermögenszuwachssteuer ist eine Beruhigungspille für die Hardliner und Gusenbauer-Gegner in der SPÖ."
Dass mit Böhler-Uddeholm-Chef Claus Raidl ein erklärter Anhänger der neuen Steuer Mitglied der Steuerreformkommission wird, stößt bei Kopf auf Ablehnung: "Raidls Begeisterung für diese neue Steuer irritiert mich schon einigermaßen", betont Kopf im "profil"-Interview. "Abgesehen von den anerkannten Wirtschaftsexperten erscheint mir die Besetzung der Steuerreformkommission mit dem früheren SPÖ-Finanzminister Ferdinand Lacina und Raidl sehr linkslastig." Der Wirtschaftsbund werde sich daher die Freiheit nehmen, eigene Vorschläge zur Steuerreform zu unterbreiten.
Die ganze Story lesen Sie im profil 16/08!
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