Nichtraucherschutz bei uns mangelhaft: Nehmen letzten Platz im Europavergleich ein
- Rauchen kostet mehr als es Staat Österreich einbringt
- Langfristige politisches Ziel: Rauchfreie Gesellschaft

·Blauer Dunst: Kdolsky
deutet Kompromiss an
Eigene Raucherzimmer auch in kleinen Lokalen?
·NEWS: Der Rauch-
Krieg ist entflammt
Kommt nun das totale Rauchverbot in Lokalen?
·"profil": Blauer Dunst spaltet unser Land
58% der Österreicher gegen generelles Verbot
·Das NEWS-Interview mit der VP-Ministerin
Kdolsky über ein totales Rauchverbot und Freiheit
·Die NEWS-Umfrage über das Rauchverbot
Was sagen Fiona, Haider und Weichselbraun dazu?
·Ärzte warnen: "Auch Passivrauchen tötet"
Die wichtigsten Inhalte aus einem Positionspapier
·GRAFIK: Rauch-
Verbote in Europa
Wo in Europa noch geraucht werden darf
·Befürworter und Gegner des Verbotes
Ärzte und Gastronomie beziehen ihre Positionen
·Raucher bereiten Verfassungsklage vor
Anwalt Ainedter rüstet gegen das Rauchverbot
Raucher verursachen volkswirtschaftliche Kosten, die durch die Einnahmen der Tabaksteuer bei weitem nicht gedeckt werden können. Unterm Strich ergibt das ein jährliches Minus für den Staat von 430 Millionen Euro. So das Ergebnis einer ökonomischen Analyse zu den volkswirtschaftlichen Effekten des Rauchens des Instituts für Höhere Studien (IHS), die in Wien präsentiert wurde. Im EU-Vergleich liegt Österreich beim Nichtraucherschutz an letzter Stelle.
Die Studienautoren verglichen die realen Aufwendungen der jeweiligen Kosten- und Nutzenkategorie mit hypothetischen Aufwendungen einer rauchfreien Gesellschaft. Die Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen zeigt, dass die gesellschaftlichen Kosten von Rauchen dessen Nutzen jährlich um 430 Millionen Euro übersteigen. Von diesen Netto-Kosten sind knapp ein Viertel auf Effekte des Passivrauchens zurückzuführen.
Wahre Raucher-Kosten unterschätzt
Die berechneten Zahlen stellen jedoch eine Unterschätzung der wahren Kosten von Rauchen dar. Kostenaspekte wie durch Rauchen verursachte Arbeits- und Verkehrsunfälle, Sachbrände, Warte- und Wegzeiten für medizinische Behandlungen, Rauchpausen während der Arbeitszeit etc. wurden nicht erfasst.
Jeder Zehnte starb 2003 am Rauchen
Im Jahr 2003 sind in Österreich 8.600 Menschen ursächlich aufgrund von Tabakkonsum gestorben, das war etwa jeder zehnte Verstorbene. Aktive Raucher sterben im Vergleich zu lebenslangen Nichtrauchern im Schnitt um fünf Jahre früher. Passiv-Raucher verlieren rund neun Monate ihrer Lebenserwartung.
Laut Studie sind zehn Prozent der Nichtraucher täglich zu Hause Passivrauch ausgesetzt. Knapp 70 Prozent der nichtrauchenden Erwerbstätigen in der Gastronomie sind täglich am Arbeitsplatz mit Qualm konfrontiert, knapp zwei Drittel davon mehr als fünf Stunden.
Rote Laterne im EU-Vergleich
Beim Nichtraucherschutz ist Österreich im EU-Vergleich Schlusslicht und belegt den letzen Rang unter 30 europäischen Städten. Hierzulande gibt es zwar ein Rauchverbot an öffentlichen Plätzen, das Gesetz wird aber kaum exekutiert. Im Bereich Information und Prävention hinkt man ebenfalls nach. "Es gibt kein öffentliches Budget für Raucherentwöhnungsmaßnahmen", sagte Studienautor Markus Pock. Um zum europäischen Standard aufzuschließen, wären politische Maßnahmen wie Preiserhöhungen, Entwöhnungshilfe für aufhörwillige Raucher etc. notwendig.
Das langfristige politische Ziel sollte eine rauchfreie Gesellschaft sein. "Das wäre aus gesundheitspolitischer Sicht wünschenswert", sagte Pock. Als äußerst beunruhigend beschrieb IHS-Chef Bernhard Felderer die Tatsache, dass es vor allem bei Frauen im Alter zwischen 15 und 30 Jahren in den vergangenen zehn Jahren eine starke Zunahme bei den Raucherinnen gab. (apa/red)
Fall Heidrun Wastl13:58
Die irre BeichteTatverdächtiger Erich W. spricht von Unfall - "Ich habe sie vermutlich getroffen"
Anders Behring Breivik19:11
War er Einzeltäter?Norwegens Polizei ist sicher, dass der Attentäter die Anschläge allein ausgeführt hat
