Pröll wieder zum Landesvater gewählt: Seit 1992 an Spitze des Landes Niederösterreich
- Erhielt bei vier Streichungen 52 der 56 Stimmen
- Johann Penz ist neuer Präsident des Landtages

Erwin Pröll ist ein Monat und einen Tag nach der NÖ-Wahl vom 9. März in der konstituierenden Sitzung des NÖ Landtages als Landeshauptmann wieder gewählt worden. Auf ihn entfielen 52 der 56 abgegebenen Stimmen. Die Grünen hatten zuvor angekündigt, den seit Oktober 1992 amtierenden Landeshauptmann nicht zu wählen. Vor fünf Jahren hatte Pröll 55 Stimmen erhalten.
Pröll unterstrich in seiner Regierungserklärung das Ziel, aus Niederösterreich eine "soziale Modellregion in Europa" zu machen. Ein eigenes Pflege-Modell und Maßnahmen zur Abfederung der Teuerung seien ein Anfang. Am Donnerstag betonte Pröll, dass in Zukunft die Hälfte des Landesbudgets für soziale Aufgaben vorgesehen sein soll. Der Weg zur sozialen Modellregion werde aber nur über eine dynamische Wirtschaftsregion gehen, so der Landeshauptmann.
Nach seinen Vorstellungen soll Niederösterreich auch "führende Bildungs- und Forschungsregion" in der Republik werden. Ehergeiziges Ziel sei es, die Zahl der Wissenschaftler und Forscher im Land bis 2020 auf 2.000 zu verdoppeln.
Landeshauptmann-Stellvertreter: Ernest Gabmann
Bei der Wahl der Landeshauptmann-Stellvertreter entfielen auf Ernest Gabmann 51, auf den neuen Mann an der Spitze der SPÖ, Josef Leitner, 44 Stimmen. "Neulinge" in der nunmehrigen Landesregierung sind die Mitglieder von SPÖ und FPÖ, Heinisch-Hosek und Rosenkranz. Das sechsköpfige Team der ÖVP ist unverändert geblieben.
Landtagspräsidium bestellt
Zum Auftakt der konstituierenden Sitzung war das Landtagspräsidium bestellt worden. Der neue Präsident Johann Penz wurde mit 54 Stimmen gewählt. Er folgt auf Edmund Freibauer, der das Amt zehn Jahre innehatte. Auf Herbert Nowohradsky als Zweiter und auf Alfredo Rosenmaier als Dritter Präsident entfielen jeweils 52 Stimmen.
Die Mandatsverteilung im neuen NÖ Landtag: V 31 (31), S 15 (19), F 6 (2), G 4 (4). Damit sind erstmals alle vier Parteien mit Klubstärke (mindestens vier Mandate) vertreten.
(apa/red)
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