VP prescht mit Vorschlag zu Ethikfach vor:
Ministerin Schmied noch nicht 'unterrichtet'
- Verpflichtender Ersatz bei Abmeldung von Religion
- Arbeitsgruppe erstellte passende Gesetzesnovelle
Die ÖVP hat einen Gesetzesantrag zur Einführung eines Ethikunterrichts ausgearbeitet. Wer sich vom Religionsunterricht abmeldet oder ohne Bekenntnis ist, muss den Ethikunterricht besuchen. Eine Arbeitsgruppe hat eine diesbezügliche Novelle zum Schulorganisationsgesetz ausgearbeitet. ÖVP-Bildungssprecher Neugebauer bringt sie als Initiativantrag im Parlament ein.
Im Herbst dieses Jahres sollte der Beschluss im Nationalrat erfolgen, im September 2009 könnte der Gegenstand dann Realität des Schulalltags sein. Der Ethikunterricht soll als "nachrangiger" Pflichtgegenstand in allen Schulen angeboten werden. "Nachrangig" heißt "verpflichtend, falls nicht Religion gewählt wird", wird in der Zeitung "Die Presse" berichtet.
Der ÖVP-Gesetzesantrag zur Einführung eines Ethikunterrichts ist mit dem Koalitionspartner SPÖ offensichtlich nicht abgesprochen. "Wir kennen den Entwurf nicht und daher können wir dazu nichts sagen", meinte ein Sprecher von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) gegenüber der APA.
(APA/red)
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