Porsche verklagt jetzt die Stadt London:
Gegen City-Maut für "Spritfresser" in City
- "Illegale Ausnutzung der Macht des Bürgermeisters"
- Klimafreundliche Autos werden von City-Maut befreit
Der deutsche Autobauer Porsche klagt gegen die geplante Maut für "Spritfresser" in London. Der Luxusauto-Konzern habe die nötigen Unterlagen bei Gericht in London eingereicht, sagte Andy Goss, Direktor des britischen Firmenablegers Porsche Cars GB, am Mittwoch. Die geplante Maut sei "unfair, unverhältnismäßig und eine illegale Ausnutzung der Macht von Londons Bürgermeister".
Der Richter muss in den kommenden Tagen entscheiden, ob es zu einem Verfahren kommt. Londons Bürgermeister Ken Livingstone plant, im Oktober die Gebühr für Autos mit hohem CO2-Ausstoß auf 25 Pfund (rund 34 Euro) zu erhöhen.
Klimafreundliche Autos werden dagegen von der City-Maut befreit. Derzeit muss für alle Autos gleichermaßen eine Innenstadt-Maut von acht Pfund gezahlt werden. Porsche hatte bereits Mitte Februar mit einer Klage gedroht. Die erhöhte Maut im gesamten Stadtzentrum der britischen Metropole soll vom 27. Oktober an für alle Fahrzeuge gelten, die mehr als 225 Gramm Kohlendioxid pro Fahrkilometer abgeben. Eine aktuelle Umfrage ergab unterdessen, dass 61 Prozent der Londoner eine erhöhte Maut für Fahrer von klimaschädlichen Autos befürworten.
(apa/red)
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