Donnerstag, 3. April 2008

Microsoft setzt ein neues Format durch:
Office Open XML bekommt ISO-Standard

  • Überprüfungsverfahren der ISO und IEC ist beendet
  • Format macht Dateien der Office-Pakete kompatibel

Nach mehr als 14 Monaten intensiver, erneuter Überprüfung hat ein gemeinsames technisches Komitee der ISO und der IEC ihr formales Verfahren zur Verabschiedung eines Standardentwurfs nach (DIS) 29500 für das Dateiformat Office Open XML (Open XML) von Ecma abgeschlossen. Damit ist Office Open XML nun wie HTML, PDF und ODF offener Standard für den Austausch von Dokumentenformaten gemäß der ISO- und IEC-Bestimmungen. Bereits 2006 war Office Open XML von Ecma International als Standard anerkennt worden.

"Dieses Ergebnis ist ein klarer Gewinn für Anwender, Technologielieferanten und Regierungen. Sie können das Dokumenten-Format wählen, das am besten ihren Ansprüchen genügt", so Tom Robertson, Microsofts General Manager für Interoperabilität und Standards. "Die Beiträge technischer Experten aus aller Welt haben die Office Open XML-Spezifikation wesentlich verbessert. Sie ist damit für Entwickler und Kunden noch einfacher anzuwenden und wird auch in dieser Form in unsere Produkte eingebunden. Wir werden auch weiterhin mit Standardisierungsgremien weltweit zusammenarbeiten, um die Interoperabilität zwischen verschiedenen Technologieplattformen zu verbessern und somit Innovationen zu fördern."

Vielerseits begrüßt
"Wir begrüßen die Anerkennung der Office Open XML Dokumentenformattechnologie zum internationalen Standard als einen Beitrag von Microsoft um Behörden und Bürgern mehr Möglichkeiten zu schaffen, elektronische Dokumente zu erstellen, zu speichern und damit zu interagieren. Das ist eindeutig ein Schritt in die richtige Richtung, schon allein wenn man die langfristige Bedeutung des Zugangs zu Dokumenten und deren Speicherung bedenkt", erklärt Christian Rupp, Sprecher der Plattform Digitales Österreich.

"Als Softwareanbieter für den öffentlichen Bereich unterstützen wir die Anerkennung von Office Open XML als offenen Standard. Damit wird die automatische Weitergabe von Dokumenten in zahlreichen Applikationen und Arbeitsabläufen ermöglicht und gleichzeitig eine optimale Wiedergabetreue sichergestellt. Gerade unsere Kunden im öffentlichen Bereich haben großes Interesse daran, bestehende und hinzukommende Dokumente in gleicher Art langfristig zu archivieren. Sie werden die ISO Standardisierung von Office Open XML sicherlich ebenfalls begrüßen", so Dipl. Ing. Thomas Kuhta, Geschäftsführer rubicon Österreich.

Weltweite Unterstützung
Tausende Unternehmen aus 67 Ländern und 6 Kontinenten haben ihre Zustimmung für Office Open XML und dessen Ratifizierung durch ISO und IEC ausgedrückt. Zusätzlich hat der offene Standard eine weite Verbreitung in der Softwareindustrie für die Nutzung auf den unterschiedlichsten Systemplattformen erfahren — einschließlich Linux, Windows, Mac OS und Palm OS. Hunderte unabhängige Anbieter von Software und Systemplattformen weltweit, wie z.B. Apple, Corel, Sun Microsystems, Microsoft und Novell, integrieren Office Open XML in Ihre Lösungen. Unabhängige Untersuchungen haben ergeben, dass die Anwendung von Office Open XML in der nächsten Zeit noch zunehmen wird.

Vorteile des neuen Formats
Die Vorteile von Open XML-Dateiformaten sind, dass sie rückwärtskompatibel, interoperabel und langfristig sicher sind. Unternehmen und Behörden, die jetzt schon mit Open XML arbeiten, können die Vorteile dieses offenen Dateiformats in den Bereichen Daten- und Dateimanagement, Datenwiederherstellung, Interoperabilität mit Line-of-Businesssytemen und einer langfristigen Dokumenterhaltung bestätigen. Open XML-Dateiformate sind auch dahingehend optimiert, dass die Übertragung mehrerer Milliarden bereits existierender Dokumente erleichtert wird. Außerdem sind Open XML-Dateiformate einzigartig in der Lage, andere Systemtypen und Daten miteinander zu kombinieren. Das geschieht durch eine saubere Trennung von Darstellung (mit Open XML Markup) und Daten (Benutzerdefinierte Schemata). So können Organisationen die Open XML-Formate nutzen, um Informationen aus anderen Anwendungen und Systemen zu übertragen, ohne erst konvertieren zu müssen. Wer Geschäftsdaten in Echtzeit in seine Dokumente einbinden möchte kann dazu Open XML-Formate ebenso nutzen, wie Entwickler die Dokumente mit "Etiketten" auszeichnen möchten, um die Kenntlichmachung der Dokumentinhalte zu verbessern.

(pte/red)

Quelle: Pressetext

3.4.2008 14:54