Direktor des Kunsthistorischen Museums:
Sieben verbliebene Kandidaten in Endrunde
- Kunstministerin Schmied wählte aus 21 Bewerbern
- NEWS: Entscheidung über Nachfolge Seipels im Juni

·Schmied will Lösung bei Restitutionsfrage
Vorschlag für Klärung bei der Stiftung Leopold
·Grüne fordern 5.000 Euro für NS-Opfer!
Glawischnig kündigt eine Initiative in Nationalrat an
·Wien: Muzicant will Museums-Schließung
Weil das Leopold Museum
auch Raubkunst ausstelle
·Albertina-Rückgabe "Spitze des Eisbergs"
'profil': Restitutionsfragen gehen noch Jahre weiter
Von den 21 Bewerbern um die Nachfolge Wilfried Seipels für das Kunsthistorische Museum sind sieben in der Endrunde. Das erklärt Kunstministerin Claudia Schmied in einem Interview für die aktuelle NEWS-Ausgabe. Die Entscheidung fällt im Juni.
Schmied zu NEWS: " Ich sehe keinen zu großen Zeitdruck. Wir werden bis vor dem Sommer, also im Laufe des Juni, einen erstklassigen Direktor oder eine erstklassige Direktorin haben. Es haben sich 21 sehr interessante Personen national und international beworben. Von denen sind sieben in der engeren Wahl. Wir kommen jetzt in die Intensivphase, und ich werde in den nächsten Tagen und Wochen sehr intensive Gespräche führen. (...) Das Kunsthistorische Museum hat einen hervorragenden Kaufmännischen Direktor, der mein ganzes Vertrauen genießt. Hier muss das Team zusammenpassen."
Unter den Letztverbliebenen seien auch "Bewerber aus Österreich und auch aus Wien" und mehrere Frauen, bestätigt die Ministerin. Eine hausinterne Lösung sei "vorstellbar, aber ich meine, dass es sehr stark um Führungserfahrung und Internationalität geht."
Der neue Direktor muss nicht aus dem Kreis der bisherigen Bewerber kommen: " Wir können noch nachträglich Personen ermuntern, sich zu bewerben."
Sonderbudget für Philharmoniker?
Den Forderungen der Staatsoper nach einem Sonderbudget für die Philharmoniker, die derzeit per Fragebogen die Stimmungslage für den Verbleib am Haus ermitteln, begegnet Schmied mit Distanz: "Was die Philharmoniker betrifft, so erwarte ich mir seitens der Oper ein Gesamtkonzept und eine Bewertung. Auf Zurufe und Umfragen reagiere ich nicht. Die Philharmoniker sind für die Oper absolut wichtig. Ob an 300 Abenden, das zu beantworten maße ich mir nicht an. Allerdings führt Dominique Meyer hier noch Gespräche mit den Philharmonikern. Übrigens sind Philhamoniker nicht immer Philhamoniker, sondern manchmal auch Substituten."
Die Finanzierbarkeit ihrer Pläne für die Aufstockung des Filmbudgets hänge vom Finanzminister ab: "Ich dränge natürlich auf Erhöhung für das kommende Budget. Auch für das Österreichische Filminstitut, dessen Budget ich von 12,7 auf 20 Millionen aufstocken möchte. Aber das schaffe ich natürlich nicht allein. Das geht nicht ohne den Herrn Finanzminister. Ich hoffe auf seinen Kunstsinn und sein Verantwortungsgefühl für die Reputation des Standorts Österreich."
Mehr dazu lesen Sie im aktuellen NEWS 14/08!
