Slowakei will ab 2009 mit Euro zahlen: Land
übergab Brief an EU-Kommission und EZB
- Fortschrittsberichte wird Urteil über Ansuchen fällen
- Grünes Licht für Eintritt in Eurozone wahrscheinlich

·Teuerung steigt weiter in Eurozone
Inflationsrate liegt im Jänner bei 3,2 Prozent
·Nur Slowakei ist bald reif für die Eurozone
Brüsseler Think Tank für "wirtschaftliche" Kriterien
Die Slowakei will im kommen Jahr als 16. EU-Land die gemeinsame Währung einführen. Finanzminister Ján Pociatek und Notenbankchef Ivan Sramko hätten diesen Wunsch in Briefen einem Brief an die EU-Kommission und die Europäische Zentralbank (EZB) kundgetan, teilten EU-Währungskommissar Joaquín Almunia und EZB-Präsident Jean-Claude Trichet zum Abschluss des Finanzministertreffens im slowenischen Brdo am Samstag mit.
Die EU-Kommission wird am 7. Mai die Fortschrittsberichte zu allen Ländern vorlegen, die noch nicht Mitglieder der Eurozone sind. In diesen werden die endgültigen Daten für die Inflation im März und die Defizit- bzw. Staatsverschuldungszahlen für 2007 einfließen, die demnächst kommen. Laut Almunia sind diese Ergebnisse besonders wichtig, um zu beurteilen, ob die Slowakei die Maastricht-Kriterien erfüllt, insbesondere ob das noch laufende Defizitverfahren beendet werden kann. Ende April werde dann noch die Frühjahrsprognose vorgelegt, die vor allem in die Beurteilung der längerfristigen Entwicklung einfließt.
Sollten EU-Kommission und EZB zu einer positiven Beurteilung kommen - was in EU-Kreisen als wahrscheinlich gilt -, werden die Finanzminister im Juni ihre Empfehlung für eine Aufnahme der Slowakei in die Eurozone mit Jänner 2009 abgeben und die EU-Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel im Juni grünes Licht.
(apa/red)

