Österreicher scheuen Aktie, Anleihe & Fond: Starke Rückgänge bei risikoreichen Anlagen
- Sparbuch erstmals mit Bausparvertrag gleich auf
- Bevölkerung geht derzeit lieber auf Nummer sicher
Das Sparbuch gewinnt bei den Österreichern immer mehr an Beliebtheit. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts "Spectra" hervor. Risikoreiche Anlagen wie Fonds, Aktien sowie Anleihen und Wertpapiere verzeichnen signifikante Rückgänge. Die Bevölkerung geht in der momentanen wirtschaftlichen Situation mit einem Sparbuch und Goldinvestitionen lieber auf Nummer sicher.
"Spectra" hat im März persönliche Interviews mit 1.037 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählten Personen durchgeführt. Dabei gaben 51 Prozent der Befragten an, sie würden dem Sparbuch ihr Vertrauen schenken. Vor allem Personen mit geringer Kaufkraft bevorzugen diese Anlageform.
Damit schließt das Sparbuch zum Bausparvertrag auf, dessen Attraktivität in den vergangenen drei Jahren von 61 auf 51 Prozent gesunken ist. Auch Gold erfreut sich immer größerer Beliebtheit: Hier ist der Prozentsatz der Österreicher, die in das Edelmetall investieren, innerhalb eines Jahres von 10 auf 18 Prozent gestiegen.
Aktien weniger beliebt
Aktien sowie Anleihen und andere Wertpapiere hingegen fielen von 15 auf 11 Prozent. Die Attraktivität von Fonds sank von 27 auf 19 Prozent. Der allgemeine Trend geht in Richtung sichere Anlage: Diese Überlegung steht für 64 Prozent der Befragten im Vordergrund, so viel wie nie in den vergangenen 16 Jahren. Anlagen, bei denen man etwas verdienen kann, sind nur für 13 Prozent der Befragten attraktiv. Seit Jahren stabil ist der Trend zu längerfristigen Wertanlagen, der Wert liegt aktuell ebenfalls bei 13 Prozent.
(APA/red)

