Österreich bei CO2-Emissionen vorbildlich: Industrie unterschritt Ausstoß-Vorgaben
- EU-Kommission veröffentliche Statistiken von 2007
- Ab 2008 nur mehr rund 30 Mio. Tonnen CO2 erlaubt

Die EU-Kommission hat erste Zahlen zu den CO2-Emissionen im vergangenen Jahr veröffentlicht. Demnach haben die 203 größten österreichischen Industrieanlagen, die am EU-Emissionshandel teilnehmen, 2007 weniger klimaschädliches Treibhausgase ausgestoßen als erlaubt. Laut Umweltministerium wurden insgesamt 31,7 Millionen Tonnen CO2 emittiert, zugeteilt waren 32,7 Mio. Tonnen worden.
Aus Sicht des Umweltministeriums spricht die Überallokation von rund drei Prozent für die Entkoppelung zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Schadstoffausstoß. Zudem sei es ein Zeichen dafür, dass sich die Industrie bereits auf dem Weg in die nächste Phase des Emissionshandels befinde. Ab 2008 dürfen die Betriebe nur mehr rund 30 Mio. Tonnen CO2 ausstoßen, müssen also weitere Einsparungsmaßnahmen setzen oder Verschmutzungsrechte zukaufen.
Zahlen 2006
2006 hatten die vom Emissionshandelssystem erfassten österreichischen Unternehmen aus Industrie und Energiewirtschaft 32,38 Mio. Tonnen CO2 ausgestoßen, theoretisch hätten sie 32,65 Mio. Tonnen CO2 in die Atmosphäre abgeben können.
Daten über die gesamten Emissionen der EU-Industrie wird die Kommission frühestens am 15. Mai vorlegen. 2006 war der Ausstoß der in den Emissionshandel eingebundenen europäischen Industrie zwar gestiegen, allerdings weniger als es die zugeteilten Verschmutzungsrechte erlaubt hätten.
(apa/red)

