Fenerbahce träumt vom Halbfinalaufstieg:
Chelsea-Coach Avram Grant nach 1:2 ratlos
- Michael Ballack: "Wir haben den Sieg weggeworfen"
- Arsenal: Wenger über nicht gegebenen Elfer erzürnt

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Das Sükrü-Saracoglu-Stadion in Istanbul bleibt in der Fußball-Champions League eine uneinnehmbare Festung. In nicht gekannter Manier verpasste Englands Millionenclub Chelsea mit einer 1:2-Niederlage gegen Hausherr Fenerbahce die Vorentscheidung im Kampf um den Semifinaleinzug. Während das Sensationsteam aus der Türkei weiter vom Aufstieg träumen darf, war Chelsea-Coach Avram Grant ratlos. Arsenal-Trainer Arsene Wenger brachte nach dem 1:1 im englischen Aufeinandertreffen zwischen Arsenal und Liverpool hingegen ein nicht gegebener Strafstoß zur Weißglut.
Spielerisch klar überlegen und durch ein Eigentor von Deivid (13.) früh in Führung, ließ sich Chelsea das Heft noch aus der Hand nehmen. Nachdem der in England aufgewachsene Kazim Kazim (65.), eigentlich Colin Kazim-Richards, die Abseitsfalle der "Blues" zum Ausgleich überlistet hatte, stellte Deivid (81.) den Spielverlauf komplett auf den Kopf. "Wir haben den Sieg weggeworfen", meinte Mittelfeldstar Michael Ballack. "Wir haben die erste Halbzeit kontrolliert, uns aber nicht genügend konzentriert. Selbst nach dem 1:1 hatten Didier Drogba und ich noch gute Chancen."
Hohn für Avram Grant
Trainer Avram Grant schien nach der ersten Champions-League-Pleite seiner Equipe in dieser Saison im ersten Moment ratlos. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll", meinte der Israeli, bezeichnete die Niederlage aber später als "kein schlechtes Ergebnis", was ihm Hohn von Englands Sportpresse einbrachte. Sein Gegenüber Zico war nach einem "nervösen Start" voll des Lobes über die Moral seiner Schützlinge. "Nach dem Ausgleich haben wir an uns geglaubt", meinte der ehemalige brasilianische Teamspieler. Fenerbahce hofft nach dem erstmaligen Einzug ins Viertelfinale nun auf einen noch größeren Coup.
Gentleman Wenger erzürnt
In London standen nach einer intensiv geführten Partie zwei Niederländer im Rampenlicht. Nach einem Antritt von Alexander Hleb wurde dieser von Liverpool-Torschütze Dirk Kuyt im Strafraum sichtbar zurückgezogen, Referee Pieter Vink sah jedoch kein Vergehen seines Landsmannes. "Das war ein offensichtlicher Elfmeter", urteilte ein entzürnter Arsene Wenger nach der Partie. "Es ist schwer zu akzeptieren, dass wir nicht gewonnen haben. Aber wir müssen das hinunterschlucken." Arsenal war durch Adebayor (23.) zwar das 1:0 gelungen, Kuyt (26.) schaffte postwendend aus einer der wenigen gefährlichen Offensivaktionen der "Reds" den Ausgleich.
Liverpool mit Remis zufrieden
Liverpools Trainer Rafael Benitez schien nach der Abwehrschlacht in der zweiten Spielhälfte mit dem Remis hochzufrieden. "Das Team hat hart gearbeitet. Der Auswärtstreffer kann entscheidend sein. Nun können sie auch auswärts treffen, aber wir haben es in unseren Händen", meinte der Spanier und Kuyt ergänzte: "Jeder weiß, wie Europacup-Nächte in Anfield verlaufen können. Da gelingen uns besondere Dinge". (apa/red)
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