Samstag, 5. April 2008

Letzte Klassenerhalt-Chance für Wacker:
Innsbruck vs. Ried zum Siegen verdammt

  • Kraft: "Es gibt keinen Grund, nicht zu gewinnen"
  • "Wikinger" kämpfen gegen zwei Negativserien an

Das Fußball-Bundesliga-Schlusslicht FC Wacker Innsbruck ist heute(18.00 Uhr/LIVE auf news.at) in der 33. Runde gegen die SV Ried zum Siegen verdammt, hat der Neuntplatzierte, Austria Kärnten, doch schon einen beträchtlichen Vorsprung auf die Tiroler. Die Oberösterreicher wollen sich demgegenüber mit zumindest einem Punktgewinn der letzten Abstiegssorgen entledigen.

Trotz der misslichen Lage gab sich Wacker-Coach Helmut Kraft optimistisch: "Es gibt keinen Grund, nicht zu gewinnen", stellte der Trainer und Sportdirektor in Personalunion trocken fest. Freilich will sich der Tiroler auch nichts vormachen: "Wir haben noch vier Kurven vor uns. Wenn wir die erste nicht nehmen, sind wir wahrscheinlich schon aus dem Rennen."

Wacker seit 8 Spielen sieglos
Sein Konzept: "Wir sind besser beraten, das Spiel zu machen. Wenn wir mehr in der Hälfte des Gegners sind, können wir hinten weniger Fehler machen. Die Konter liegen uns scheinbar nicht so." Die Fakten sprechen eine klare Sprache: Seit acht Runden ist man sieglos, der letzte Erfolg datiert vom 16. Februar (1:0 gegen Sturm).

Wacker-Obmann Gerhard Stocker sprach jedenfalls vom "Spiel der Spiele", wollte von einem besiegelten Schicksal nichts wissen und kritisierte die öffentliche Meinung. "Die ganze Woche wurde bereits ein Begräbnis ohne Leiche vorbereitet."

Zwei Rieder Negativserien
Die Rieder kämpfen gleich gegen zwei Negativserien: die Elf von Coach Thomas Weissenböck ist seit fünf Runden sieglos und wartet auswärts gar schon seit elf Partien (1 Remis/10 Niederlagen/Torverhältnis: 5:31) auf einen vollen Erfolg. "Wir haben gegen Salzburg unsere Heimserie verloren, vielleicht verlieren wir jetzt dafür auch unsere beiden Negativserien", sagte Weissenböck. Oberstes Ziel der Oberösterreicher ist aber nicht ein Sieg, sondern zumindest ein Punktgewinn, um "das Abstiegsgespenst endgültig zu verbannen".

An das Tivoli-Stadion haben die Rieder gute Erinnerungen, denn ausgerechnet dort gelang der Weissenböck-Elf, damals allerdings noch unter Ex-Coach Kraft, am 2. September 2007 (1:0 dank Salihi-Tor) der bisher letzte "Dreier" in der Fremde. "Ich denke, dass das ein ganz gutes Omen ist", so der 36-Jährige. Dazu haben die Innsbrucker vor allem auch durch die Ausfälle der beiden Abwehrstützen Feldhofer und Madl Probleme. "Sie stehen extrem unter Druck, müssen kommen", ist sich Weissenböck bewusst.

Unruhe bei den "Wikingern"
Doch auch bei den Oberösterreichern, bei denen mit Drechsel, Kovacevic (beide gesperrt), Kujabi und Brenner (beide verletzt) gleich vier Spieler ausfallen, lief es zuletzt nicht nur sportlich alles andere als nach Wunsch. "Ich beschäftige mich nicht mit dem Abstieg, aber von außen wird viel hineingetragen. Außerdem laufen viele Verträge aus und die ständigen Trainerdiskussionen, das fließt alles ein", merkte Weissenböck an.

In den ausstehenden vier Runden soll nun mit erfolgreich gestalteten Spielen der siebente Platz verteidigt werden. "Es wird keine Geschenke geben, für uns ist es auch ein sehr wichtiges Spiel", betonte der Ried-Coach.

FC WACKER INNSBRUCK - SV JOSKO RIED
(Innsbruck, Tivoli-Stadion, 18.00, SR Hofmann).
Bisherige Saisonergebnisse: 0:1 (h), 0:0 (a), 0:0 (a).

Mögliche Aufstellungen:

Innsbruck: Pavlovic - Mimm, Knabel, Schrott, Windisch - Lindström, Hattenberger, Mader - Aganun, Kolousek, Idrizaj
Ersatz: Grünwald - Orosz, Dollinger, Schreter, Samwald, Clottey, Arthur
Es fehlen: Feldhofer, Madl (beide gesperrt), Hölzl (Bänderriss im Knöchel), Seelaus (Muskelverhärtung im Oberschenkel), Grüner (krank)

Ried: Berger - Dospel, Jank, Glasner, Rzasa - Pichorner, Hackmair, Martinez, Erbek - Salihi, Akagündüz
Ersatz: Gebauer - Djokic, Hadzic, Toth, Illibauer, Schmidl
Es fehlen: Kovacevic, Drechsel (beide gesperrt), Kujabi, Brenner (beide verletzt)

(apa/red)

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5.4.2008 07:20