Meister-Duell geht in die nächste Runde:
Salzburg will Rapid unter Druck setzen
- Titelverteidiger mit Sturmduo Janko & Ngwat-Mahop
- Gegner Sturm Graz mit letzter UEFA-Cup-Chance

·"Tabellennachbarn" gehen 1:1 auseinander
Altacher Kirchler schoss 99. BL-Tor vs. Kärnten
·Klassenerhalt: Letzte
Chance für Wacker
Innsbruck gegen Ried zum Siegen verdammt
·Austria schafft den Sprung auf Platz drei
Torloses Remis gegen die Mattersburger reicht
·Rapid holt sich die Tabellenspitze zurück
Hütteldorfer bezwingen den LASK auswärts 2:1
·UMFRAGE: Welches Team holt den Titel?
Salzburg von Austria
oder Rapid zu stoppen?
·UMFRAGE: Welches Team steigt heuer ab?
Erwischt es Neulinge oder
einen etablierten Verein?
Meister Red Bull Salzburg muss heute (18 Uhr/LIVE auf news.at) im Spiel der 33. Runde der österreichischen Fußball-Bundesliga vorlegen, um Tabellenführer Rapid, der am Sonntag in Linz antritt, unter Druck zu setzen. Ausrutscher sind in der Heimpartie gegen Sturm Graz verboten, zudem will sich die Trapattoni-Elf für das 0:7 gegen Rapid im bisher letzten Heimspiel revanchieren. Die Gäste wiederum kämpfen um ihre letzte Minichance auf einen UEFA-Cup-Startplatz.
Von der historischen Schlappe gegen Rapid dürften sich die Salzburger Fans einigermaßen erholt haben - schon am Freitag waren 15.000 Karten verkauft, 17.000 sollen schließlich das Stadion Wals-Siezenheim füllen. Trapattoni-Assistent Michael Streiter lobte denn auch den Anhang, "der trotz des 0:7 an uns glaubt. Wir müssen eine starke Leistung abliefern, die ihnen und uns gerecht wird."
Auch Grün-Weiß soll freilich aus der Ferne beeindruckt werden: "Ein Sieg muss her, um Rapid unter Druck zu setzen. Das wäre psychologisch ganz wichtig, weil sich Rapid dann bereits am Vortag Gedanken machen muss, beim LASK bestehen zu müssen." Ein Remis des Rekordmeisters auf der Linzer Gugl, so die Überlegung Streiters, könnte für die Wiener dann schon zu wenig sein.
Zickler nur auf der Bank
Das Sturmduo wird aus Marc Janko und Louis Ngwat-Mahop bestehen, Alexander Zickler auf der Bank platznehmen. "Zickler hat am Donnerstag erstmals trainiert", so Streiter, "es wäre nicht sinnvoll, mit zwei zuletzt angeschlagenen Spielern zu beginnen."
Die Absenz des gesperrten Sturm-Innenverteidigers Sebastian Prödl ist laut Streiter "kein Nachteil für uns. Er ist nicht nur hinten stark, sondern setzte auch in der Offensive immer wieder Akzente und ist bei Standards gefährlich". Aus der unklaren Situation rund um die abgangswilligen Sturm-Jungspieler Säumel, Salmutter, Prettenthaler und Co. könne sein Team keinen Vorteil ziehen. "Jeder von denen wird sich voll ins Zeug legen und wird bis zuletzt alles für Sturm geben", meinte Streiter.
"Wollen die Tabellenspitze"
Mittelfeld-Akteur Niko Kovac stellte klar: "Wir wollen an die Tabellenspitze und können dann entspannt LASK - Rapid im TV verfolgen. Für Rapid ist es dort sehr schwer, aber auch wir dürfen nicht erwarten, dass Sturm die weiße Fahne schwenkt. Wer den Fehler macht und den Gegner unterschätzt, ist fehl am Platz."
Sturm-Trainer Franco Foda sprach von einer "nicht leichten Aufgabe", seinen Spielern will er Vergleiche mit dem 7:0 nicht aufdrängen. "Jedes Spiel läuft anders. Wir haben in dieser Partie aber sicher nichts zu verlieren." Kann Schwarz-Weiß überraschen und verlieren der LASK und die Austria, würde der Rückstand auf Platz drei nur mehr zwei Punkte betragen. Gedanken, von denen Foda aber nichts wissen will: "Das ist abgehakt. Wir haben in dieser Saison genug unrealistische Erwartungen im Kopf gehabt. Nach oben zu kommen ist einfach, sich dort zu behaupten, nicht."
Foda verspricht Offensive
Den Zusehern versprach Foda ein offensives Spiel seiner Truppe, die in der Innenverteidigung nicht nur auf Prödl, sondern möglicherweise auch auf Schaschiaschwili verzichten muss: "Wir spielen immer so, konnten zuletzt aber die Torchancen nicht verwerten."
Statistisch gesehen ist ein Erfolg der Grazer in Salzburg freilich recht unwahrscheinlich. Den letzten Sieg bei den Mozartstädtern landeten die "Blackies" am 17. Juli 2002 (2:1), die letzten sieben Auswärtsspiele gingen allesamt verloren. Der letzte Triumph über Salzburg datiert vom 23. September 2006.
Vorspiel der Ärzte
Das Vorspiel der Partie bestreiten die Ärzte-Nationalteams der EURO-2008-Veranstalterländer Österreich und Schweiz, die Benefizpartie kommt "Wings for Life", einer privaten Stiftung für Rückenmarks-Forschung, zugute.
RED BULL SALZBURG - SK STURM GRAZ
(Graz, UPC-Arena, 18.00 Uhr/live auf news.at, SR Gangl).
Bisherige Saisonergebnisse: 0:0 (auswärts), 4:1 (heim), 1:1 (a).
Mögliche Aufstellungen:
Salzburg: Ochs - Steinhöfer, Vargas, Sekagya, Pamic - Ilic, Kovac, Leitgeb, Jezek - Ngwat-Mahop, Janko
Ersatz: Arzberger - Knavs, Aufhauser, Vonlanthen, Pitak, Janocko,
Zickler, Rakic
Fraglich: Meyer (Darmgrippe)
Es fehlen: Carboni (gesperrt), Miyamoto, Bodnar (beide verletzt), Dudic (Bauchmuskelzerrung)
Sturm: Schicklgruber - Lamotte, Schaschiaschwili/Suppan, Sonnleitner, Prettenthaler - Krammer, Kienzl, Säumel, Salmutter - Muratovic, Haas
Ersatz: Kobras - S. Foda, Jantscher, Prutsch, Beichler, Friess
Fraglich: Schaschiaschwili
Es fehlen: Prödl (gesperrt), Gratzei (Arthroskopie), Kreimer, Lindschinger (beide verletzt)
(apa/red)
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