Donnerstag, 3. April 2008

Kleiner Inselstaat mit Formel 1-Strecke:
Tourismus für Bahrain immer wichtiger

  • Öl als Haupteinnahmequelle versiegt langsam
  • Formel 1-Zirkus zum fünften Mal im Königreich

Das Königreich Bahrain ist mit rund 700 Quadratkilometern nicht einmal doppelt so groß wie Wien. Der kleinste Golfstaat umfasst 33 flache und felsige Inseln vor der Ostküste Saudi-Arabiens. Weil das Öl als Haupteinnahmequelle langfristig zu versiegen droht, öffnet und liberalisiert die Regierung seit Jahren erfolgreich die Wirtschaft.

Der Inselstaat investierte etwa 123 Millionen Euro in die 2004 eröffnete Formel-1-Strecke in Sakhir, um sich als Reiseziel in Position zu bringen. Zwei Wochen, nachdem in Malaysia der erste Asien-Grand-Prix zum bereits zehnten Mal über die Bühne gegangen war, folgt nun mit Bahrain zum bereits fünften Mal jenes Rennen, mit dem die Formel 1 seinerzeit in den Mittleren Osten aufgebrochen ist. 2009 kommt in Abu Dhabi ein weiteres im arabischen Raum hinzu.

Inzwischen besuchen Bahrain jährlich mehr als vier Millionen ausländische Gäste. Neben dem Tourismus sind die Finanzbranche, der Handel und die Industrie zu wichtigen Wirtschaftsfaktoren geworden. Der Hafen in der Nähe der Hauptstadt Manama und der internationale Flughafen tragen zum Aufschwung bei.

Ein Großteil der rund 1,05 Millionen Einwohner lebt auf der Hauptinsel Bahrain, etwa jeder zweite ist Ausländer. Mehr als 80 Prozent der Bewohner sind Muslime, die Amtssprache ist Arabisch. Das ehemalige britische Protektorat erlangte 1971 die Unabhängigkeit, seit 2002 ist es eine konstitutionelle Monarchie. König ist Scheich Hamad bin Isa al-Khalifa. (apa/red)

3.4.2008 13:35
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