Dienstag, 8. April 2008

"Wichtigste bedrohte Art ist der Mensch":
Weltgesundheitstag warnte vor Klimawandel

  • WHO ruft zum Kampf gegen die Erderwärmung auf
  • Staaten sollen zugleich Veränderungen einkalkulieren

Zum 60. Jahrestag ihrer Gründung hatte die WHO das Motto des Weltgesundheitstages 2008 auf ein weltweit dringliches Thema ausgerichtet: "Schutz der Gesundheit vor den Folgen des Klimawandels". "Bisher war auf den Plakaten für den Klimaschutz immer der Eisbär zu sehen. Wir müssen jeden erdenklichen wissenschaftlich und politisch vertretbaren Weg nutzen, um die Politik davon zu überzeugen, dass die wichtigste durch den Klimawandel bedrohte Art der Mensch ist", erklärte WHO-Generaldirektorin Margaret Chan.

Wenn die gegenwärtigen Trends in der Erwärmung der Erdatmosphäre nicht unter Kontrolle gebracht werden, werde die Menschheit getroffen werden: Durch Krankheiten und Tod infolge von Naturkatastrophen und Hitzewellen, durch mehr Erkrankungen durch kontaminierte Nahrungsmittel, Wasser und Krankheitsüberträger. Es werde mehr vorzeitige Todesfälle und Krankheiten durch die Luftverschmutzung geben.

In vielen Teilen der Erde würden große Bevölkerungsgruppen durch den steigenden Meeresspiegel zur Abwanderung gezwungen werden - ebenso durch Dürreperioden und Hungersnöte, stellte die WHO aus Anlass des Weltgesundheitstages fest. Die Erderwärmung müsse unter Kontrolle gebracht werden, gleichzeitig sollten sich alle Staaten der Erde auf die Konsequenzen der Klimaveränderung vorbereiten. (apa/red)

8.4.2008 11:35