Mittwoch, 2. April 2008

Hillary Clinton geht langsam das Geld aus:
Spenden für Vorwahlkampf aufgebraucht

  • Hillary Clinton blieb bisher 5,5 Millionen Euro schuldig
  • Wahlspenden nur noch für die Hauptwahl gewidmet

Die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton steckt offenbar in schweren Geldnöten. Aus Unterlagen der Bundeswahlkommission geht hervor, dass sie Ende Februar Schulden in Höhe von umgerechnet rund 5,5 Millionen Euro hatte. Ein ganzer Berg an Rechnungen sei unbezahlt geblieben, meldeten amerikanische Medien.

So sei das Clinton-Lager Millionen Dollar an Saal-Mieten und anderen Aufwendungen für Veranstaltungen schuldig geblieben. Aber die ehemalige First Lady, die eine Krankenversicherung für alle zum zentralen Punkt ihres Wahlkampfprogramms gemacht hat, habe auch die Zahlung von 300.000 Dollar an Krankenversicherungs-
Beiträgen für ihre Mitarbeiter aufgeschoben, hieß es unter Berufung auf die Kommission weiter. Die Präsidentschaftskandidaten müssen der Behörde in regelmäßigen Abständen Spendeneinnahmen und Ausgaben melden.

Clinton hatte danach Ende Februar zwar 33 Millionen Dollar an Spenden in der Wahlkampfkasse. Aber nur elf Millionen davon standen ihr für den Kampf um die demokratische Präsidentschaftskandidatur gegen den schwarzen Senator Barack Obama zur Verfügung. Der Rest kam von Spendern, die die Beitragsgrenze für den Vorwahlkampf bereits überschritten haben. Diese Mittel dürfen nur für den Hauptwahlkampf verwendet werden. Clinton muss sie zurückgeben, wenn es nicht zur Nominierung als Spitzenkandidatin kommt. Folglich wären Clinton Anfang März für den weiteren Wahlkampf nur gut zwei Millionen Dollar geblieben, hätte sie die Rechnungen bezahlt.

Obama ging der "Chicago Tribune" zufolge mit gut 600.000 Dollar Schulden in den März, aber aus zeitlichen und organisatorischen Gründen und nicht wegen Geldnöten. Danach blieben ihm nach Abzug der Schuldensumme und nur im Hauptwahlkampf zu verwendenden Spendengeldern immer noch 31 Millionen Dollar zum Ausgeben.
(apa/red)

Quelle: Pressetext

2.4.2008 15:09