Paris, Madrid und Bern starten Betancourt- Rettungsaktion: FARC-Geisel schwer krank
- Kolumbien: Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
- Gefangene Betancourt soll in Lebensgefahr schweben

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In wachsender Sorge um das Leben von Ingrid Betancourt haben Frankreich, Spanien und die Schweiz eine gemeinsame Rettungsaktion gestartet. Die Regierung Kolumbiens sei einbezogen, hieß es in einer knappen Erklärung des französischen Präsidentschaftspalastes. Wann die Mission beginnen soll, war zunächst nicht bekannt.
Die ehemalige kolumbianische Präsidentschaftskandidatin Betancourt wird seit sechs Jahren von der Guerillaorganisation FARC im Dschungel festgehalten. Nach Angaben von Angehörigen und freigelassener Geiseln ist sie lebensbedrohlich erkrankt. Sie soll an Hepatitis B und einer Hautkrankheit leiden. Nach Angaben des französischen Außenministers Bernard Kouchner ist an der Rettungsaktion auch ein Arzt beteiligt.
Schnelle Mission erforderlich
Die Mission müsse "so schnell wie möglich" starten, sagte Kouchner. Staatspräsident Nicolas Sarkozy hatte FARC-Kommandeur Manuel Marulanda eindringlich zur Freilassung der Geisel aufgerufen, die auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt. Die FARC-Rebellen halten Betancourt seit ihrer Präsidentschaftskampagne 2002 im Dschungel gefangen.
Appell von Sohn Lorenzo
Betancourts Sohn Lorenzo Delloye-Betancourt wandte sich abermals mit einem verzweifelten Appell an die FARC. "Dieser Aufruf wird der letzte sein." Ohne eine Bluttransfusion in den nächsten Stunden werde seine Mutter sterben. "Meine Mutter ist in Lebensgefahr, es muss sehr schnell gehandelt werden", sagte er in Paris.
Die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) forderten bislang für die Freilassung Betancourts und weiterer Geiseln die Freiheit für mehrere hundert inhaftierte Guerilleros.
(apa/red)
