Dienstag, 8. April 2008

Neue Verdachtsfall von Masern gemeldet:
Neunjährige Burgenländerin wird untersucht

  • Zuständige Stellen wurden zu Prävention aufgerufen

Anders, als zunächst bekannt gegeben, hat sich im Burgenland eine Masernerkrankung bei einem neunjährigen Mädchen nun als Verdachtsfall entpuppt. Die Erkrankung der Volksschülerin aus dem Bezirk Neusiedl am See sei noch nicht bestätigt worden, es bestehe lediglich ein Verdacht, der nun geprüft werde, hieß es aus dem Büro von Gesundheitslandesrat Peter Rezar.

Ob es sich tatsächlich um Masern handelt, wird sich in Kürze herauskristallisieren. Die zur Prävention getroffenen Vorkehrungen bleiben jedoch weiter aufrecht, wurde mitgeteilt. Es wurde verfügt, dass die Volksschule, die das Mädchen besucht, nur von Kindern mit ausreichendem Impfstatus betreten werden darf. Der Gesundheitslandesrat appellierte an die Eltern, den Impfstatus ihrer Kinder zu überprüfen. Bei fehlender Immunität könne die Masernimpfung in jedem Lebensalter nachgeholt werden.

In den vergangenen fünf Jahren sei im Burgenland kein einziger Erkrankungsfall aufgetreten, so Rezar. Die letzte Häufung von Masernerkrankungen habe es im Jahr 1986 gegeben. Im Burgenland seien alle Verantwortlichen im Gesundheitsbereich - von den Kreis- und Gemeindeärzten über die Schul- bis hin zu den Kinderärzten - bereits ersucht worden, den Masernimpfstatus in ihrem jeweiligen Wirkungsbereich zu überprüfen und allfällige Impflücken ehest möglichst zu schließen. (apa/red)

8.4.2008 15:06