Samstag, 5. April 2008

Weinzinger bleibt an FPÖ-Landesspitze: Erhielt 77 Prozent der Delegiertenstimmen

  • Herausforderer Aspöck mit 17,9 % weit abgeschlagen
  • Strache setzte sich für amtierenden Parteichef ein

Lutz Weinzinger ist beim Parteitag der FPÖ-Oberösterreich als Landesparteichef wiedergewählt worden. Er erhielt 77,5 Prozent der Delegiertenstimmen, sein Herausforderer Herbert Aspöck 17,9 Prozent. "Ich nehme diese Wahl an und werde weiterhin meine Pflicht erfüllen", sagte der 65-jährige Weinzinger. Sein Konkurrent Aspöck wollte mit seiner Kampfkandidatur einen "Generationswechsel" herbeiführen.

In seiner Ansprache hatte Weinziger die Delegierten zuvor auf Geschlossenheit eingeschworen. "Die freiheitliche Partei sind wir alle", betonte er. Er kritisierte den "ungezügelten Ausländerzuzug", den "gigantischen Asylmissbrauch" und die "mangelnde Sicherheit" in Österreich.

Strache für amtierenden Landesparteichef
FPÖ-Bundesobmann Strache sprang in seiner Rede für den amtierenden Landesparteichef in die Bresche. Herbert Aspöck erwähnte er mit keinem Wort. Die Qualität der Parteiführung sei "keine Frage des Alters, sondern der Persönlichkeit", betonte Strache. Die Wortmeldungen der Befürworter beider Kandidaten fielen äußerst emotionsgeladen aus.

Aspöck streute in seiner Wortmeldung Strache dennoch Rosen. Unter seiner Führung habe die Partei einen "fulminanten Neustart" hingelegt. Deshalb sei auch in Oberösterreich ein Generationswechsel nötig. Die FPÖ müsse "die Straße wieder zurückerobern" und Themen besetzen.

(apa/red)

5.4.2008 14:36