Weiter Diskussion um Masern-Epidemie: Experten kritisieren Durchimpfungsrate
- Forum-Impfschutz fordert statt 90% mindestens 95%
- Mittlerweile sind mindestens 175 Personen erkrankt

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Die Masern-Epidemie in Salzburg sorgt weiter für Diskussion: Das Forum-Impfschutz kritisierte die zu niedrige Durchimpfungsrate. Obwohl die kombinierte Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) im Impf-Plan für alle Kinder empfohlen werde, liege die Durchimpfungsrate derzeit nur bei 90 Prozent. "Um Masern in Österreich auszurotten, sind mindestens 95 Prozent notwendig", so das Forum.
Das aktuelle Beispiel der Masern-Epidemie in Salzburg - mittlerweile sind mindestens 175 Personen erkrankt - zeige, dass Impfungen absolut notwendig seien, um die Bevölkerung vor schweren Infektionskrankheiten zu schützen. "Im Schnitt steckt ein Masernkranker rund 15 weitere, ungeschützte Menschen an."
Vor Einführung der MMR-Schutzimpfung seien mehr als 95 Prozent aller Kinder bis zum 14. Lebensjahr an Masern erkrankt. Nach theoretischen Berechnungen hätte es daher seit 1990 rund 1.300.000 Masernfälle in Österreich gegeben. Da im Schnitt aber einer von 10.000 Erkrankten sterbe, konnten in den vergangenen 18 Jahren durch die Masernimpfung "mindestens 130 Todesfälle verhindert werden", so ein Kinderarzt.
(apa/red)
