Samstag, 5. April 2008

100 Jahre Dirigent Herbert von Karajan: Jubiläums-Festakt zu Ehren des Maestros

  • Ehrenkundgebung: Salzburg feiert im Haus für Mozart
  • Umrahmt durch Ensemble der Wiener Philharmoniker

Zur Festveranstaltung zu Ehren Herbert von Karajans luden Land und Stadt Salzburg, das Eliette und Herbert von Karajan Institut, die Osterfestspiele Salzburg sowie die Salzburger Festspiele ins Haus für Mozart ein. Als Redner erwiesen Bundespräsident Heinz Fischer, Landeshauptfrau Gabi Burgstaller, Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler und Bürgermeister Heinz Schaden dem vor genau 100 Jahren in Salzburg geborenen Karajan die Ehre.

Fischer und Schaden betonten die nachhaltige und für Salzburg so bedeutende Wirkung des Dirigenten und verwiesen auf den absoluten Qualitätsanspruch Karajans. Dies sei Verpflichtung, die öffentliche Unterstützung zu erhöhen, um die erreichte Qualität zu erhalten, so Schaden.

Festreden von Burgstaller & Kaiser
Die von Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler bei der Begrüßung als Schutzmantel-Madonna der Festspiele bezeichnete Landeshauptfrau Burgstaller sagte in ihrer Rede, "Auf Lebenszeit", diese Bedingung scheine wie ein Leitmotiv durch den musikalischen Lebensweg Herbert von Karajans. "Dies galt - beinahe - für seine ebenso intensive wie fruchtbare Zeit mit den Berliner Philharmonikern. Dies galt aber auch für die enge Bindung zwischen Karajan und den Salzburger Festspielen und insbesondere für die von ihm geschaffenen Salzburger Osterfestspiele."

"Die Musikgeschichte und die Musikkritik seien gerade heute dabei, eine neue, gemeinsame Sprache über Herbert von Karajan zu finden", so Karajan-Kenner und Musikkritiker Joachim Kaiser in seiner Festrede. Es sei nur ein kleiner Aspekt der Wahrheit, in Karajan nur den an glattem Schönklang interessierten Wirtschaftswunder-Dirigenten zu sehen. "Es mag sein, dass er sich in seinen späten Jahren dazu gelegentlich verführen ließ, aber das waren nur die Ausnahmen", so Kaiser. Vor allem sei es Karajans magische Präsenz auf der Bühne, seine unnachahmliche musikalische Vehemenz und zugleich einfühlsame Subtilität gewesen, die ihn zum erfolgreichsten und folgenreichsten Dirigenten der Musikgeschichte gemacht hätten."

Umrahmt wurde diese Festveranstaltung von einem Ensemble der Wiener Philharmoniker. Aus dem Quartett von Konzertmeister Rainer Küchl Quartett konnte allerdings einzig Gastmusiker Karl Leister an der Klarinette musikalischen Zauber vermitteln.

(apa/red)

5.4.2008 14:47