Vielen Kindern fehlt die zweite Teilimpfung:
Auch Mütter haben häufig keinen Impfschutz
- Masern-Epidemie: Telefone bei Ärzten laufen heiß
- Wartezimmer voll - Patienten mittlerweile informiert

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Viele freiwillige Bluttests nach Masern-Epidemie
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Schutz vom ersten bis 40.
Lebensjahr überprüfen
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Fast jeder Nicht-Immune infiziert sich bei Kontakt
Bei Salzburgs Kinderärzten laufen nach Ausbruch der Masern-Epidemie die Telefone heiß, auch die Wartezimmer sind voll, wie ein Rundruf der APA zeigte. Während die meisten Mediziner von einer an sich guten Impf-Quote berichten, zeigte sich, dass viele Kinder und Jugendliche die ebenfalls notwendige zweite Teilimpfung nicht mehr bekommen haben. Und auch Mütter haben demnach häufig keinen Impfschutz.
"Unsere Telefone laufen heiß, viele wollen sich einfach rückversichern, dass sie die Impfungen auch sicher gemacht haben", sagte Felix Rittinger, Kinderarzt in Salzburg. Allein dies wirke beruhigend auf die meisten. Die Mütter selbst seien oft nicht geimpft. Ihnen wird geraten, eine Blutprobe zu machen. "Auch wissen viele Patienten nicht, dass eine zweite Impfung ratsam ist, was nun zu Ängsten führt." Masernfall gab es in Rittingers Ordination seit Ausbruch der Epidemie bisher keinen.
Viele wissen nichts von zweiter Impfung
Auch Michaela Schmolly, Sekretärin von Kinderarzt Wilfried Schwarz, zeigte sich sehr verwundert darüber, dass so viele Menschen nicht darüber Bescheid wissen, dass eine zweite Impfung notwendig ist. "Heute, Freitag, waren zahlreiche Schüler der HAK, der HTL und vom Annahof (Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe, Anm.) bei uns, weil den meisten Schülern dort die zweite Teilimpfung fehlte", erklärte sie. Auch die Mütter erhalten in dieser Ordination den nötigen Impfstoff, in der es bisher ebenfalls keine aktuelle Masern-Erkrankung gab.
Kinderärztin Olga Held-Siratsko meinte, ihre Patienten seien inzwischen recht gut über die Infektionskrankheit aufgeklärt. Vielfach müsse nur mehr ein Impftermin vereinbart werden. Viele Patienten hätten jedoch nur die erste Impfung und möchten die zweite nachholen. Auch sie bestätigte, dass nur wenige Mütter geimpft seien und erklärte sich dazu bereit, diese auch zu versorgen.
Und auch Kinderarzt Hartwig Maurer hatte bisher keinen Fall in seiner Ordination. Impfgegner hätte er selten in der Praxis. Das Problem liege eher an den Eltern, vor allem die Gruppe der 17- bis 40-Jährigen wisse zu wenig Bescheid und zähle zu der gefährdeten Gruppe.
Telefonisch wurden die Kinderärzte Salzburgs am Freitag derart gestürmt, dass die APA oft lange in der Warteschleife ausharren musste.
(apa/red)
