Dienstag, 8. April 2008

Kalifornien reduziert Zahl abgasfreier Autos: Stattdessen wird der Hybridantrieb forciert

  • Emmissionsfreie Autos seien noch nicht marktreif
  • Umweltschützer sprechen von herbem Rückschlag

Eine kalifornische Behörde hat die bisher für den US-Staat geforderte Verkaufsmenge umweltfreundlicher Autos um 70 Prozent gesenkt. Zwölf weitere Staaten, die Kaliforniens strenge Umweltauflagen übernommen hatten, könnten dem Beschluss nun folgen. Umweltschützer sprachen von einem herben Rückschlag für ihre Bemühungen. Die Kalifornische Umweltbehörde senkte die in einer Vorschrift aus dem Jahr 2003 geforderte Verkaufsmenge völlig abgasfreier Autos von 25.000 auf 7.500 Stück.

Anstelle emissionsfreie Autos zu erzwingen, die noch nicht marktreif seien, sollten bis zum Jahr 2014 mindestens 60.000 Wagen mit Hybridantrieb verkauft werden, erklärte die Behörde in Sacramento. Diese Autos nutzen einen Mischantrieb aus Elektro- und Verbrennungsmotor.

Kalifornien, der bevölkerungsreichste US-Staat, spielt innerhalb der USA beim Umweltschutz immer wieder eine Vorreiterrolle. Der Staat verpflichtete sich, den landesweiten Schadstoffausstoß bis 2020 auf das Niveau von 1990 zu reduzieren. Alternative Energien werden massiv subventioniert, schon 2010 sollen sie ein Fünftel des Energie-Mix ausmachen.

(APA/red)

8.4.2008 11:24