Dienstag, 25. März 2008

Gutes Zeugnis für Nachrüst-Partikelfilter: Schadstoffausstoß kann so halbiert werden

  • Auch Stickstoffdioxid-Emission sinkt um 30 Prozent
  • Diesel-Fahrzeuge erreichen damit Umweltstandards

Spätestens mit Einführung des Bonus-Malus-Systems sind Partikelfilter für Dieselfahrer ein heißes Thema. Würden in österreichischen Städten ähnlich wie in Deutschland Umweltplaketten eingeführt, wären viele Diesel-Fahrzeuge aufgrund ihrer Abgaswerte für den Stadtverkehr nicht mehr zugelassen. Nachträglich eingebaute Partikelfilter können Abhilfe schaffen. Der ÖAMTC hat Fabrikate der Hersteller HJS, TwinTek, Remus und VW geprüft. Fazit: Nachrüst-Partikelfilter bringen eine Teilchenreduktion von durchschnittlich 45 Prozent.

Als Testfahrzeug, in das die Nachrüst-Partikelfilter eingebaut wurden, diente ein VW Golf IV 1,9 TDI, Euro 3. Geprüft wurde nicht nur im Normzyklus, sondern auch im Praxiseinsatz. "Nach einer 1.500 km langen Stadtfahrt wurde überprüft, wie viele Partikel tatsächlich gefiltert wurden", sagte ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang.

45 Prozent weniger Partikelmasse
Es zeigte sich, dass sich die ausgestoßene Partikelmasse im Vergleich zum Serienzustand des VW bei allen getesteten Nachrüst-Partikelfiltern um durchschnittlich 45 Prozent reduzierte. Weiters hat der Test bewiesen, dass es durch den Einsatz von Nachrüst-Partikelfiltern - entgegen vielfach geäußerter Befürchtungen - zu keiner höheren Stickstoffdioxid-Belastung kommt. "Im Gegenteil: Wir konnten eine Reduktion von etwa 30 Prozent messen", so der Techniker. Außerdem zeigte sich im Test, dass sich der nachträgliche Einbau eines Partikelfilters nur minimal auf den Kraftstoff-Verbrauch auswirkt.

(APA/red)

25.3.2008 11:42