Private Gartengestaltung bringt 8,6 Prozent
mehr Umsatz: Outdoor-Style als Marktlücke
- Wirtschaft profitiert von der Freizeitoase "Garten"
- Anspruch der Kunden an Dienstleister ist sehr hoch

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Die private Gartengestaltung hat Hochkonjunktur. Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen für die Gartengestaltung ist 2007 um 8,6 Prozent und damit rund dreimal schneller wie noch 2006 gewachsen, so das Ergebnis einer Marktstudie von Kreutzer Fischer & Partner. Die Hersteller und Dienstleister von Pflanzen, Befestigungen, Pools, Schwimmteiche, Biotope, Bewässerungssysteme oder Gartenaccessoires erwirtschafteten im Vorjahr einen Umsatz von 326 Mio. Euro. 2006 waren es 300 Mio. Euro. "Alles, was mit dem Garten zu tun hat, boomt derzeit", so Studienautor Andreas Kreutzer.
Das Umsatzplus sei zu etwa 80 Prozent nachfrageinduziert und nur zu 20 Prozent auf die Erhöhung der Durchschnittspreise zurückzuführen. Als Treiber hinter der positiven Entwicklung identifiziert Kreutzer milde Temperaturen zu Beginn des vergangenen Jahres. "Dadurch begann die Gartensaison früher als normal. Investitionen versprachen - subjektiv - einen rascheren Return of Investment", so Kreutzer. Darüber hinaus profitiere der Markt von zwei langfristigen Trends: Dem wachsenden Interesse am Garten als Freizeitoase und den steigenden Realeinkommen in den oberen Einkommensschichten.
Kunden sind anspruchsvoll
Bereits mehr als 25 Prozent des Gesamtumsatzes stammt aus den Dienstleistungen, ihr Marktanteil konnte innerhalb von vier Jahren um vier Prozentpunkte gesteigert werden. "Die Ansprüche der Kunden an den eigenen Garten steigen, das Zeitbudget und das eigene Know-How über die richtige Gartenpflege sinken hingegen", so Kreutzer. 2007 werden mit Dienstleistungen insgesamt bereits 82,5 Mio. Euro erzielt, knapp 60 Prozent davon mit Gartenpflege (+8,9 Prozent), der Rest mit professionellem Gartenbau (+12,8 Prozent).
Mit Pools, Schwimmteichen und Biotopen werden 2007 bereits knapp 65 Mio. Euro erwirtschaftet (+9,9 Prozent). In den letzten drei Jahren ist die Nachfrage in dieser Produktgruppe um 8,4 Prozent gewachsen. Getoppt wurde dies nur von den Accessoires (Sichtschutz, Ziersäulen, Statuetten etc.) mit plus 11 Prozent (22,0 Mio. Euro). Der Löwenanteil entfällt auf Pflanzen und Rasen mit 101,2 Mio. Euro, Befestigungen (Pflastersteine, Hang- und Wandsysteme) kommen auf 55,8 Mio. Euro. Berücksichtigt man auch Gartenmöbel und Gartenhäuser, beläuft sich der Markt für private Gartengestaltung auf rund 400 Mio. Euro. (APA/red)
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