Mittwoch, 26. März 2008

Society-Macher: FIRST-Gipfeltreffen der Macher & Bewacher der heimischen Society

  • Karl Hohenlohe über Heinzl, Tauzher, Schnegdar & Co.
  • Prominente & Society-Kolumnisten - eine Symbiose?

Sie sind mittendrin und doch nicht dabei: die Macher und Bewacher der heimischen Society. Karl Hohenlohe beschreibt die harte und amüsante Arbeit seiner Zunft.

Ich glaube nicht, dass ausschließlich wir Gesellschaftsjournalisten Schuld daran tragen, dass der Durchschnittsösterreicher heute bei Schiller nicht an Friedrich Schiller, sondern an Friedrich Schiller denkt. Den Mann von Jeannine haben in den letzten Wochen mehr Menschen zu Gesicht bekommen als den Dichterfürsten in seinem ganzen Leben.

Was sagt uns das jetzt? Nichts, aber es war ein wunderbarer Einstieg. Dabei bringt Friedrich Schiller, jener Friedrich Schiller, der die Räuber vornehmlich aus „Aktenzeichen XY … ungelöst“ kennt, alles mit, was man heute in den Gesellschaftsrubriken als berichtenswert empfindet. Hass, Liebe und – wie man erst kürzlich in einer brillanten Analyse lesen konnte – eine Frisur, die stark an einen römischen Konsul erinnert, der nach einem längeren Urlaub gerade auf dem Weg zum Friseur ist. Seinerzeit war die Gesellschaftsberichterstattung einem einzigen Frohbotschafter vorbehalten, der Adabei aus der „Kronen Zeitung“ beackerte fast als Einziger das weite Feld. Fallweise wusste man schon nicht mehr, wer war zuerst da, die Prominenten oder Roman Schliesser. Es waren goldene Zeiten, da dankte man den Gesellschaftsjournalisten noch dafür, dass sie etwas nicht schrieben, heute ist es umgekehrt.

Diskretion wird heutzutage nicht verlangt, wenn man es genauer betrachtet, ist sie eigentlich verpönt. Erst als das Radio und dann das Fernsehen kam, erwuchs Roman Schliesser Konkurrenz. Als Robert Reumann, der Doyen unter den heimischen Gesellschaftsberichterstattern, das Zepter von Roman Schliesser übernahm, war es erstens einmal noch gar nicht sicher, dass dieser es ihm wirklich geben wollte, und zweitens war das Format im Fernsehen noch von einem Makel behaftet, den es heute nicht mehr gibt: Man konnte niemanden imitieren.

Die ganze Story lesen Sie im aktuellen FIRST Nr. 4/2008

26.3.2008 09:01