'Das jüngste Gericht' - Ein Cop in der Hölle
- Tobias Moretti ist wieder Kommissar

Der designierte Burgtheaterdirektor Matthias Hartmann beantwortet die Frage nach Plänen mit dem von ihm präferierten Schauspieler Tobias Moretti, 48, lapidar: Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit in Wien. Weiter in der Eloge: Tobias ist ein Schauspieler, dessen Energie eine ganze Produktion anzündet.
Er ist ein Wärmeherd. Ihm kann man bedenkenlos eine große Inszenierung auf die Schultern laden, er nimmt die Verantwortung auf sich. Aus der Mitte heraus glühen und sprühen seine Figuren Feuer. Er hat Humor und Tiefe, ist klug, aber nicht verstiegen. Wir hatten tolle Proben und haben uns darüber angefreundet.
Via ORF und RTL ist das Format des Grenzenerkunders, der als studierter Musikwissenschaftler auch eine beachtenswerte Karriere als Opernregisseur begonnen hat und in Tirol ein Biobauerngut betreibt, demnächst zu überprüfen: Der Zweiteiler Das jüngste Gericht (13. und 14. April, 20.15) verspricht eines der spärlichen Ereignisse des Staatsfunks zu werden: Eine finstere Ritualmordgeschichte aus den Abgründen Wiens, und der Täter hinterlässt wie im Klassiker Seven Hinweise. Moretti, der mit dem Regisseur Urs Egger schon die feine Mankell-Verfilmung Der Tod des Tanzlehrers fertigte, gerät in der Rolle des Kommissars Dorn in einen Alptraum, der mit der existenziellen Katastrophe endet.
Derweilen wurde der mittlerweile mumifizierte Kommissar Rex, einst ständiger Begleiter der ersten Morettischen Karriereschritte, vom italienischen Fernsehen reanimiert. Das Publikum protestiert tumultös gegen das offenbar amateurhafte und charmelose Unterfangen, doch die Zuschauerzahlen sind enorm. Nicht zu glauben, dass auch das ein Teil der Geschichte des mittlerweile ersten Schauspielers Tobias Moretti ist. Der sprach mit NEWS über die Rückkehr ins Kriminalfach, schauspielerische Grenzgänge, Moral und Pläne mit Nikolaus Harnoncourt.
Das Interview finden Sie im aktuellen NEWS-Magazin
