Mittwoch, 26. März 2008

Esterházy: Ottrubay sucht Investoren - schmerzhafte Einschränkungen für Land

  • NEWS: Das Schloss muss dringend saniert werden
  • Vorstandsvorsitzender tief enttäuscht von Burgenland

Nach dem abermaligen Scheitern der Bemühungen um die Beteiligung von Bund und Land an der nötigen Sanierung von Schloss Esterházy geht Stefan Ottrubay, Vorstandsvorsitzender der Familienstiftung, in die Offensive. In einem Interview für die aktuelle NEWS-Ausgabe zeigt er sich "tief enttäuscht" über das Vorgehen des Landes Burgenland, das selbst eine kleine Sanierungslösung nicht mittragen will. Schloss Esterházy mit dem einzigen präsentablen Veranstaltungssaal des Burgenlandes wird vom Land großflächig angemietet und ist Hauptschauplatz des Haydn-Jahres 2009.

Ottrubay: "Ich glaube nicht, dass derzeit die Basis für eine langfristige Zusammenarbeit gegeben ist. Ein ehrliches und aufrichtiges Vorgehen war das nicht." Das Haydn-Jahr 2009 wolle man "nicht als Faustpfand nehmen. Aber ich werde LH Niessl fragen, ob und wie er sich die Zukunft vorstellt. Man kann nicht jahrelang blockieren, sich in eine Verweigerungshaltung begeben und hoffen, dass nach Ablauf des Pachtvertrags Ende 2009 ein Wunder geschieht. Wir haben auch den festen Eindruck, dass der Landeshauptmann in den letzten eineinhalb Jahren keinen positiven Schritt gesetzt, ja das Thema beim Bund blockiert hat. So kann man nicht zusammenarbeiten."

Nun sehe man sich um private Investoren um, sagt Ottrubay. "Wir glauben und wissen, dass der weltweite Markenname Esterházy und der Standort Eisenstadt als Tor zum pannonischen Raum für eine Reihe potenzieller Partner hoch interessant ist. Hohe Regierungsvertreter, auch aus dem Umfeld des Bundeskanzlers, haben das bestätigt. Sponsoren können aus dem unmittelbaren
europäischen Umfeld kommen, etwa aus Deutschland oder England, aber auch aus Übersee. Wenn der Widerstand der lokalen Entscheidungsträger unüberwindbar ist, werden wir uns auf eine private Förderschiene bewegen müssen."

In diesem Fall würden die Nutzungsrechte für das Land "schmerzhaft"
eingeschränkt.

Lesen Sie die ganze Story im aktuellen NEWS 13/08!

26.3.2008 13:13