Dienstag, 25. März 2008

Mitgefühl lässt sich trainieren: Meditation beeinflusst die Gehirnströme nachweisbar

  • Wissenschaftler: Positive Emotionen lassen sich üben
  • Studie: Gehirn von Tibetanischen Mönchen untersucht

Wer Mitgefühl und Güte durch tibetische Meditation trainiert, beeinflusst seine Gehirnströme. Das hat eine Studie ergeben, bei der erstmals das Gehirn von 16 tibetischen Mönchen mit einer funktionellen Kernspintomographie (fMRT) untersucht wurde. Über die veränderte Gehirnaktivität berichten US-Forscher der Universität von Wisconsin in Madison im Journal "Plos One" (Bd.3, e1897).

Positive Emotionen wie liebevolle Güte und Mitgefühl können demnach ebenso geübt werden wie das Spielen eines Instruments oder eine Sportart. Die Scans zeigten, das die Aktivität in einem Gehirnbereich für Emotionen bei Menschen mit erheblicher Meditationserfahrung drastisch verändert war. Tibetische Meditation mache den Menschen einfühlsamer, berichten die Autoren. Die Studie war Teil einer größeren Untersuchung von Mönchen mit mindesten 10.000 Stunden Meditationspraxis.

(apa)

25.3.2008 14:24