Mittwoch, 26. März 2008

Ölpreis setztz erneut zu Höhenflügen an:
Dollar schwach und US-Reserven zu niedrig

  • Benzinlagerbestände um 3,3 Mio. Fass gesunken
  • Keine Trendwende in kommenden Tagen zu erwarten

Die Ölpreise haben nach einem Kurseinbruch beim US-Dollar und wegen überraschend niedriger US-Ölreserven einen neuen Höhenflug gestartet. Im späten Nachmittagshandel kostete ein Fass (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Mai zeitweise 104,92 Dollar (66,8 Euro) und damit 3,71 Dollar mehr als am Vortag. Ähnlich stark legte auch der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent zu. An der Börse in London wurde das Fass bei 103,27 Dollar gehandelt und damit 2,67 Dollar höher als am Vortag.

In den USA sind die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche überraschend unverändert geblieben. Die Vorräte an Rohöl verharrten laut US-Energieministerium bei 311,8 Mio. Fass. Experten hatten zuvor mit einem Anstieg um 2,1 Mio. Barrel gerechnet. Die Benzinlagerbestände sanken den Angaben zufolge um 3,3 Mio. auf 229,2 Mio. Fass. Experten hatten lediglich einen Rückgang um 1,4 Mio. Fass erwartet.

Experten erklärten den deutlichen Preissprung an den Ölmärkten zudem mit einem neuen Schwächeanfall des US-Dollar. Grund seien zerschlagene Hoffnungen auf eine Zinssenkung in der Euro-Zone. Demnach ist auch in den kommenden Tagen nicht mit einer Trendwende an den Ölmärkten zu rechnen. Die Dollar-Schwäche werde die Ölpreise weiter über der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar halten, sagten beispielsweise Experten der Commerzbank.

Unterdessen ist der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) leicht gestiegen. Wie das OPEC-Sekretariat in Wien mitteilte, kostete ein Barrel (159 Liter) 96,20 US-Dollar. (apa/red)

26.3.2008 21:56